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Materializr: Kostenloses Open-Source-CAD für den 3D-Druck, auch fürs iPad

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Inhalt 5 Abschnitte
  1. Was kann Materializr konstruieren?
  2. Auf welchen Geräten läuft Materializr?
  3. Wie ausgereift ist das Programm, und was leistet der KI-Assistent?
  4. Was das für dich bedeutet
  5. Quellen

Materializr ist ein neues parametrisches CAD-Programm für Maker. Die Software steht unter der GPLv3, verlangt weder Abo noch Benutzerkonto und läuft unter Windows und Linux, auf dem Mac, dem iPad und Android-Tablets, wie 3Druck.com am 6. November 2026 berichtete.

Das Programm soll die Lücke zwischen einfachen Einsteigerwerkzeugen und schwerer Profisoftware füllen. Ein Ersatz für SolidWorks, Fusion 360 oder FreeCAD ist nicht das Ziel, schreibt das Projekt auf seiner Webseite.

Was kann Materializr konstruieren?

Unter der Haube arbeitet der Geometrie-Kernel OpenCASCADE, der echte Volumenkörper statt Dreiecksnetzen erzeugt. Mit Linien, Kreisen, Bögen und Splines skizzierst du das Teil, Maße und Bedingungen bleiben optional. Aus der Skizze entsteht ein Körper per Extrusion, Rotation, Loft, Verrundung oder Fase.

Gewinde leitet Materializr aus dem Durchmesser ab, Schrift und SVG-Grafiken lassen sich auf ebene und gekrümmte Flächen prägen. Jeder Arbeitsschritt bleibt in einer bearbeitbaren Historie erhalten, auch nach dem erneuten Öffnen des Projekts.

Für den Druck exportiert das Programm STL, 3MF und OBJ mit der Z-Achse in Druckrichtung, für den Austausch mit anderer CAD-Software STEP und IGES.

Skizzen gehen 1:1 in Millimetern als SVG und DXF hinaus, gedacht für Laserschneider und 2,5D-Fräsen. Körper lassen sich außerdem abwickeln, die Schnittmuster kommen als SVG oder PDF, etwa für Blech oder EVA-Schaum. Plotter erwähnt das Projekt nicht ausdrücklich.

Auf welchen Geräten läuft Materializr?

Fertige Pakete liegen auf GitHub für Windows (Installer oder portables ZIP), Linux (AppImage) und macOS. Außerdem stehen eine iPad-App im App Store und eine Android-Version über Google Play, F-Droid oder als APK bereit.

Materializr auf einen Blick
Parametrisches CAD für Maker, GPLv3, ohne Konto
  • Kostenlos, ohne Abo und ohne Benutzerkonto
  • STL, 3MF und OBJ für den 3D-Druck
  • SVG und DXF in Millimetern für Laser und Fräse
  • Mac nur mit Apple-Chip ab M1
  • Keine Version für Smartphones
  • Kein Ersatz für SolidWorks, Fusion 360 oder FreeCAD
Die Entwickler nennen die Software jung und fehleranfällig
Quellen: 3Druck.com, Materializr, GitHub

Auf dem Mac läuft die App nur mit Apple-Chip ab M1. Die Mac-Version ist ad hoc signiert und nicht notarisiert, daher bestätigst du den ersten Start über „Öffnen“. Linux verlangt glibc 2.38 oder neuer, Android ein Tablet mit arm64-Prozessor. Smartphones sehen die Entwickler wegen der kleinen Bildschirme nicht vor.

Beim ersten Start wählst du eine von drei Bedienoberflächen, zwei davon für den Desktop, die dritte für Touch-Bedienung. Das Programm erscheint in sechs Sprachen. Ob eine deutsche Oberfläche dabei ist, ließ sich nicht klären.

Wie ausgereift ist das Programm, und was leistet der KI-Assistent?

Die Entwickler nennen die Software jung und rau an den Kanten. Verschiebst du einen Körper mit vielen Einzelschritten, kann die Verbindung zur Skizze abreißen. Eine Fase an einer Kante, die auf eine Verrundung trifft, schlägt manchmal fehl; dann verweigert das Programm die Operation, statt das Modell zu beschädigen.

Der KI-Assistent übersetzt Anweisungen in Alltagssprache in Modellierschritte, die sich rückgängig machen lassen. Er braucht einen eigenen Schlüssel von OpenAI oder Anthropic oder einen lokalen Server wie Ollama oder LM Studio. Bei einem Anbieterschlüssel gelten die Preise und Datenregeln des Anbieters.

Was das für dich bedeutet

Probier Materializr am besten an einem kleinen Teil aus, etwa einer Halterung oder einem Gehäuse, und speichere früh und oft, weil die Entwickler selbst vor Fehlern warnen.

Arbeitest du mit Laser oder Fräse, exportiere eine Skizze als SVG oder DXF und miss im Schneideprogramm nach, ob die Maße 1:1 ankommen. Für einen Schneideplotter lohnt ein Test mit einer einfachen Datei, weil das Projekt Plotter nicht ausdrücklich nennt.

Willst du den KI-Assistenten nutzen und deine Anfragen nicht an einen Anbieter schicken, richte ihn mit einem lokalen Server ein.

3Druck.com hat den Bericht am 6. November 2026 veröffentlicht.

Quellen

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