Kundennummern, die zweimal in der Liste stehen, Datumsangaben in drei Schreibweisen und Zahlen, die Excel als Text gespeichert hat: Nach solchen Fehlern sucht der Copilot-Skill clean-data. Seit Oktober schaltet Microsoft ihn schrittweise für alle Nutzer von Copilot in Excel unter Windows, auf dem Mac und im Web frei, wie der Excel-Überblick für Oktober meldet.
Der Skill erklärt jeden Fund und schlägt die Korrektur direkt in der Arbeitsmappe vor. Übernommen wird nur, was du einzeln auswählst.
Welche Fehler findet clean-data?
Microsoft nennt fünf Fehlerarten, die Formeln, Nachschlagefunktionen wie SVERWEIS, PivotTables und Berichte verfälschen können:
überzählige Leerzeichen
uneinheitliche Text- und Zahlenformate
Datumsangaben in unterschiedlichen Schreibweisen
doppelte Werte
Werte mit falschem Datentyp, etwa Zahlen im Textformat
Als Beispiel führt Microsoft eine Spalte an, in der dasselbe Land einmal als USA, einmal als US und einmal als United States steht. Eine PivotTable zählt daraus drei verschiedene Länder. Aufrufen lässt sich der Skill mit @clean-data im Prompt oder über das Menü Skills im Copilot-Bereich. Im Dialog „Plug-Ins & Skills verwalten“ liegt er im Ordner „Daten und Analyse“ und ist standardmäßig aktiviert.
Wer bekommt die neuen Funktionen?
Copilot in Excel setzt eines dieser Abos voraus:
Microsoft 365 Single oder Family mit KI-Guthaben
Microsoft 365 Premium
ein Abo von Microsoft Copilot für Unternehmen
ein Business- oder Enterprise-Abo von Microsoft 365 oder Office 365, das Copilot Chat enthält
Die Hilfeseite weist darauf hin, dass der Skill noch nicht in jedem Konto angekommen ist. Außerdem gelten Nutzungsgrenzen, die von der Serverkapazität abhängen und sich ändern können. Deutsche Prompts versteht Copilot in Excel; eine regionale Einschränkung nennt Microsoft für die Skills nicht. Die übrigen Neuerungen des Monats erreichen nicht alle Plattformen gleichzeitig:
Funktion
Wo
Stand
Skill-Builder: eigene Abläufe als Skill speichern
Windows, Mac, Web
Freischaltung für alle läuft
Skill-Recorder: Copilot zeichnet deine Arbeitsschritte als Skill auf
Web, Windows, Mac
im Web für alle, unter Windows und Mac nur im Insider-Programm
Get Data: Daten per Prompt holen, Ergebnis als Power-Query-Abfrage
nur Web
verfügbar
Interaktive Berichte aus Arbeitsmappendaten (interactive canvas)
Windows
nur im Insider-Programm
Tabellen beim Anlegen benennen, ohne Copilot
Windows
für alle
Was ändert sich ohne Copilot?
Im Dialog „Tabelle erstellen“ trägst du in Excel für Windows jetzt gleich einen Namen ein, egal ob du ihn mit Strg + T oder über Einfügen › Tabelle öffnest. Bisher hieß jede neue Tabelle zunächst Tabelle1, Tabelle2 und so weiter, bis du sie unter Tabellenentwurf umbenannt hast. Der Name taucht in jeder Formel mit strukturiertem Verweis auf: =SUMME(Rechnungen[Betrag]) liest sich leichter als =SUMME(Tabelle3[Betrag]). Im September stand die Funktion nur Teilnehmern des Insider-Programms offen.
Was das für dich bedeutet
Schau am besten zuerst in den Einstellungen deines Microsoft-365-Kontos nach, welches Abo du hast. Mit Microsoft 365 Single oder Family ohne KI-Guthaben fehlt die Copilot-Schaltfläche in Excel.
Lass clean-data zunächst auf eine Kopie deiner Liste los und geh jeden Vorschlag durch, bevor du mit den Daten weiterarbeitest. Copilot bearbeitet Arbeitsmappen nur bei automatischer Berechnung; steht deine Datei auf manuell, stellst du das unter Formeln › Berechnungsoptionen um. Wie du die bereinigte Liste anschließend auswertest, zeigt der Kurs zu PivotTables in Excel.
Benenn neue Tabellen am besten gleich beim Anlegen; in langen Formeln erkennst du dann auf einen Blick, welche Liste gemeint ist, statt Tabelle3 entziffern zu müssen. Einen Überblick über Copilot in Word, Excel und PowerPoint gibt das Video-Training zu Microsoft Copilot.
Microsoft hat den Excel-Überblick für Oktober am 27. Oktober 2026 veröffentlicht.