WordPress 7.2 soll am 8. Dezember 2026 erscheinen, als letzte große Version des Jahres. Seit dem 27. Oktober steht die zweite Beta zum Testen bereit, ausdrücklich nicht für Live-Seiten. Wie jede WordPress-Version ist das Update kostenlos und weltweit ohne Einschränkung verfügbar.
Die deutsche Übersetzung der Entwicklerversion lag am 28. Oktober bei 100 Prozent. Neue Texte dürfen nur noch bis zum ersten Release Candidate am 17. November dazukommen, danach friert das Team die Texte ein.
Was ändert sich beim Gestalten?
Die meisten Neuerungen betreffen den Website-Editor und die Stile, also die Einstellungen für die ganze Website. Das Team zählt in seiner Testanleitung mehr als 70 Verbesserungen an den Gestaltungswerkzeugen der mitgelieferten Blöcke. Fünf davon betreffen deine Arbeit direkt:
- Textschatten: Im Bereich Typografie wählst du eine Vorgabe oder stellst Farbe, Unschärfe und Versatz selbst ein, für die ganze Website oder nur für einen Block.
- Farbverläufe in der Schrift: Überschriften und Absätze lassen sich mit einem Verlauf einfärben.
- Formularfelder: Eingabefelder, Auswahllisten und Beschriftungen gestaltest du zentral in den Stilen, ohne die Datei theme.json zu öffnen.
- Galerien: Ein Duoton-Filter färbt alle Bilder einer Galerie in einem Schritt in zwei Farbtöne um. Spaltenzahl und Seitenverhältnis legst du getrennt für Desktop, Tablet und Smartphone fest.
- Überblick: Ein Filter in der Blockliste der Stile zeigt nur noch die Blöcke, deren Stil du verändert hast.
Version 7.1 hatte bereits Stile je Bildschirmgröße gebracht, auf denen die neuen Galerie-Einstellungen aufbauen. Wie Blöcke und ihre Einstellungen grundsätzlich funktionieren, zeigt die Lektion zum Gutenberg-Editor im Einsteigerkurs.
Was steckt im neuen Standard-Theme Ipsum?
Ipsum ist ein bewusst schlichtes Block-Theme für Blogs. Der Name spielt auf den bekannten lateinischen Blindtext an, der eine Seite füllt, bis echte Inhalte da sind. Mit dabei sind einige Schriftkombinationen, Stilvarianten, die Farben und Bilder der ganzen Seite umfärben, sowie Vorlagen für Kopfbereiche, Beitragslisten und Fußzeilen. Das Theme-Team gibt an, dass jede Farbkombination die Kontrastvorgaben der Barrierefreiheits-Richtlinien WCAG in Stufe AA erfüllt.
Mit Ipsum verabschiedet sich WordPress von Jahreszahlen im Theme-Namen. Künftige Standard-Themes bekommen eigene Namen und wechseln erst, sobald sich das Design ändert.
Wie sieht der Zeitplan aus?
Laut Release-Plan folgen am 3. und 10. November zwei weitere Betas, ab dem 17. November drei Release Candidates im Wochentakt, der dritte am 1. Dezember. Ein Release Candidate ist eine Testfassung, die ohne neue schwere Fehler unverändert zur fertigen Version wird.
Der Weg zu WordPress 7.2
Zeitplan des Release-Teams, Stand 28. Oktober 2026
- 27. Oktober 2026Zweite Beta zum Testen
- 17. November 2026Erster Release Candidate, danach keine neuen Texte mehr
- 1. Dezember 2026Dritter Release Candidate
- 8. Dezember 2026WordPress 7.2 erscheint
Geplante Termine, Verschiebungen sind möglich
Quellen: WordPress News, Make WordPress Core
Technisch bringt 7.2 eine Secrets API mit: Plug-ins können API-Schlüssel und Zugangsdaten damit verschlüsselt speichern, statt sie als Klartext in der Datenbank abzulegen. Neu ist außerdem die Adresse /random/, die auf einen zufälligen Beitrag weiterleitet, auch eingegrenzt auf eine Kategorie oder einen Autor.
Was das für dich bedeutet
Teste die Beta am besten auf einer Testkopie deiner Website (Staging) oder direkt im Browser mit WordPress Playground, nie auf der Live-Seite. Mit dem Plug-in WordPress Beta Tester installierst du die Testversion auf einer bestehenden Seite. Danach zeigen der Website-Zustand und das Fehlerprotokoll, ob Theme und Plug-ins mit 7.2 zurechtkommen.
Setzt du Textschatten oder Formularstile auf Kundenseiten bisher mit eigenem CSS um, kannst du diese Regeln ab Dezember in die Stile verlagern und das Stylesheet schlanker halten. Für Effekte jenseits von Schatten und Verläufen bleibt eigenes CSS nötig; Beispiele dafür sammelt die FX Library mit 120 CSS-Effekten.
Die Weiterleitung über /random/ ist für öffentliche Beitragstypen mit Archiv automatisch aktiv. Unter Einstellungen › Permalinks änderst du nur das Wort in der Adresse; abschalten lässt sich die Funktion nur mit einer Zeile Code (Filter wp_enable_random_content_redirect), etwa in der functions.php. In den Suchindex soll die Zufallsadresse nicht gelangen: WordPress liefert sie als vorübergehende Weiterleitung (302) mit noindex aus.
Das WordPress-Team hat die zweite Beta am 27. Oktober 2026 veröffentlicht.
Quellen