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Aus dem Cloud-Backup & Online-Speicher-Vergleich

Proton Drive im Vergleich: Preismodell, Funktionen, Einschätzung

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S Sync F Freigabe

Einsatzgebiete

Vertrauliche Projektdateien und Fotos verschlüsselt ablegen und per Link mit Passwort und Ablaufdatum teilen, ausgewählte Ordner vom Windows-Rechner synchronisieren, Abläufe per Kommandozeile automatisieren.

Unsere Einschätzung

Passt, wenn dir Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ein langer Versionsverlauf wichtig sind. Für NAS-Sicherungen und Linux-Desktops ist Proton Drive eher ungeeignet, weil es dafür nur ein Kommandozeilen-Tool gibt.

  • Schweiz / Deutschland (Wahlmöglichkeit nicht bestätigt) – Geltung für den betrachteten Tarif nicht bestätigt
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Standard enthalten
Veröffentlicht
12.10.2026
Aktualisiert
12.10.2026
Anbieter
10
Stefan Petri Auswahl, Prüfung und Verantwortung

Stärken

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Dateien, auch für Datei- und Ordnernamen[3]
  • Eigene Server ausschließlich in der Schweiz, Deutschland oder Norwegen[3]
  • AV-Vertrag ist für Geschäftskunden jeder Rechtsform Teil der AGB[4]
  • In Bezahltarifen bis zu 200 Versionen je Datei für bis zu 10 Jahre[2]
  • Gelöschte Dateien bleiben im Papierkorb, bis du sie endgültig entfernst[3]

Schwächen

  • Für Linux und NAS nur ein Kommandozeilen-Tool, keine Desktop-App für Linux[7]
  • Mehr als 200 GB nur in Paketen mit weiteren Proton-Diensten[1]
  • Dateien im Papierkorb zählen weiter zum Speicherplatz[6]
  • Im kostenlosen Tarif nur 10 Versionen für 7 Tage[2]

Steckbrief

Produkt
Proton Drive (Windows, macOS, iOS, Android, Web; CLI für Linux, macOS, Windows)
Hersteller
Proton AG
Lizenz
proprietär
Preismodell
Abo (monatlich oder jährlich)
Tarif
Proton Duo, 2 TB, jährlich
Datenstandort
Schweiz, Deutschland
Firmensitz
Schweiz
Standort wählbar
keine Angabe
Standort gilt im Tarif
keine Angabe
Hinweis zum Standort
Server ausschließlich in der Schweiz, Deutschland oder Norwegen, alle im Eigentum von Proton oder Tochtergesellschaften
AV-Vertrag (Art. 28 DSGVO)
Ja
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Standard enthalten
Hinweis zur Verschlüsselung
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Dateien, auch für Datei- und Ordnernamen; Proton kann die Daten nicht entschlüsseln
Zwei-Faktor-Anmeldung
Ja
Versionshistorie
Bis zu 200 Versionen je Datei, Aufbewahrung bis zu 10 Jahre einstellbar
Aufbewahrung gelöschter Dateien
Bleibt, bis du ihn leerst; Inhalte belegen weiter Speicher
Verhalten bei versehentlichem Löschen
Gelöschte Dateien landen im Papierkorb und werden erst gelöscht, wenn du sie dort dauerhaft entfernst; bis dahin zählen sie zu deinem Speicher. Stellst du eine ältere Dateiversion wieder her, bleiben die neueren Versionen erhalten.
Externe Platten und NAS
Keine NAS-App und kein WebDAV genannt; zur Automatisierung gibt es ein Kommandozeilen-Tool (CLI) für Linux, macOS und Windows
Gerätezahl
keine Angabe
Betriebssysteme
Windows, macOS, iOS, Android, Web
Kündbarkeit und Laufzeit
keine Angabe

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in jedem Tarif

Bei Proton Drive ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Standard, auch im kostenlosen Tarif. Laut Datenschutzerklärung sind alle gespeicherten Dateien so geschützt, und Proton kann die Daten nicht entschlüsseln. Verschlüsselt werden auch Metadaten wie Dateinamen, Ordnernamen und Vorschaubilder. Zusätzlich signiert Proton alle Inhalte kryptografisch, damit du prüfen kannst, ob eine Datei verändert wurde.

Für dich heißt das: Selbst wer Zugriff auf die Server hätte, sieht weder Inhalte noch Dateinamen deiner Projekte. Dein Konto schützt du zusätzlich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Proton in allen Tarifen anbietet, auch mit Sicherheitsschlüssel.

Serverstandort und AV-Vertrag

Proton Drive kommt von der Proton AG mit Sitz bei Genf in der Schweiz. Laut Datenschutzerklärung liegen die Daten ausschließlich auf Servern in der Schweiz, in Deutschland oder in Norwegen, und zwar immer verschlüsselt. Die Server gehören Proton oder seinen Tochtergesellschaften und werden von ihnen betrieben. Ob du einen dieser Standorte gezielt wählen kannst, geht aus den geprüften Quellen nicht hervor.

Den AV-Vertrag (Data Processing Agreement) musst du nicht gesondert anfragen: Er ist Teil des Vertrags nach den AGB von Proton und gilt für jedes Unternehmen und jede Organisation, die die Dienste nutzt, gleich welcher Rechtsform. Das betrifft also auch dich als Selbstständigen. Der Vertrag liegt auf Englisch vor.

Versionen und Papierkorb

Im kostenlosen Tarif speichert Proton Drive bis zu 10 Versionen jeder Datei für bis zu 7 Tage; das lässt sich nicht ändern. In den Bezahltarifen, etwa Drive Plus, Unlimited und Duo, hältst du bis zu 200 Versionen je Datei vor und stellst selbst ein, wie lange sie bleiben – bis zu 10 Jahre. Stellst du eine ältere Version wieder her, bleiben die neueren erhalten.

Gelöschte Dateien wandern in den Papierkorb und werden erst endgültig gelöscht, wenn du sie dort entfernst. Eine automatische Löschfrist nennt Proton nicht. Bedenke aber: Alles im Papierkorb zählt weiter zu deinem Speicherplatz. Stellst du eine Datei aus dem Papierkorb deines Rechners wieder her, lädt Proton sie als neue Datei hoch; besser ist die Wiederherstellung über den Papierkorb in Proton Drive.

Apps, Ordner-Sync und NAS

Proton Drive gibt es als App für Windows, macOS, iOS und Android sowie im Browser. Mit der Windows-App wählst du Ordner auf deinem Rechner aus, die mit der Cloud synchronisiert werden; laut Hilfe gilt das für bis zu 10 Windows-Geräte. Dabei handelt es sich um Synchronisation, nicht um ein Einweg-Backup.

Eine Desktop-App für Linux bietet Proton nicht an, wohl aber ein Kommandozeilen-Tool (CLI) für Linux, macOS und Windows, mit dem du Abläufe automatisierst. Eine NAS-App oder einen Zugang per WebDAV oder SFTP nennt Proton nicht. Wer sein NAS sichern will, muss das also selbst über die Kommandozeile lösen oder einen anderen Dienst ergänzen.

Tarife

Kostenlos bekommst du 5 GB. Der reine Speichertarif heißt Drive Plus und bietet 200 GB. Mehr Platz gibt es nur in Paketen: Proton Unlimited mit 500 GB enthält zusätzlich Proton Mail, VPN, Calendar und Pass, Proton Duo bietet 2 TB für bis zu 2 Benutzer, Proton Family 3 TB für bis zu 6 Benutzer. Für Teams gibt es Drive Professional mit Speicher je Benutzer.

Du zahlst monatlich oder jährlich; die Jahreszahlung ist rabattiert und wird laut Preisseite alle 12 Monate abgerechnet. Für Bezahltarife gilt eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Ob die Euro-Preise die Mehrwertsteuer enthalten, steht nicht auf der Preisseite. Die aktuellen Preise findest du auf der Preisseite von Proton.

Für wen sich Proton Drive eignet

Aus unserer Sicht passt Proton Drive zu dir, wenn du Projektdateien, Verträge oder unveröffentlichte Fotos so ablegen willst, dass außer dir und den Personen, mit denen du teilst, niemand mitliest. Freigaben schützt du mit Passwort und Ablaufdatum und widerrufst sie jederzeit. Der lange Versionsverlauf hilft, wenn du nach Wochen zu einem älteren Stand zurück musst.

Für große RAW- oder Videoarchive brauchst du ein Paket mit mehr Speicher. Als automatische Sicherung eines NAS oder eines Linux-Rechners ist Proton Drive ohne eigene Skripte nicht gedacht; hier ergänzt du besser einen Dienst mit WebDAV- oder NAS-Anbindung.

Für wen eignet sich Proton Drive?

Einschätzung der Redaktion

  • Für Fotografen bedingt geeignet

    Verschlüsselte Ablage und Freigabe von Kundenbildern

    Starke Verschlüsselung und Freigaben mit Ablauf; große Archive nur mit Paket, keine NAS-Anbindung.

  • Für Designer gut geeignet

    Vertrauliche Projektdateien mit Versionsverlauf

    Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bis zu zehn Jahre Versionen und Freigaben mit Passwort passen zu Projekten unter Geheimhaltung.

  • Für Selbstständige und kleine Teams bedingt geeignet

    Verschlüsselter Speicher für kleine Teams

    AV-Vertrag in den AGB und Server in Europa; für NAS-Backups und Linux-Arbeitsplätze fehlt eine Desktop-Lösung.

Fazit

Proton Drive verschlüsselt alle Dateien samt Datei- und Ordnernamen auf deinem Gerät, und zwar in jedem Tarif. Die Server stehen in der Schweiz, in Deutschland oder in Norwegen, der AV-Vertrag ist für Geschäftskunden Teil der AGB. In den Bezahltarifen hältst du bis zu 200 Versionen je Datei bis zu zehn Jahre vor, und gelöschte Dateien bleiben im Papierkorb, bis du sie endgültig entfernst. Mehr als 200 GB gibt es allerdings nur in Paketen mit weiteren Proton-Diensten, und für NAS oder Linux bleibt nur die Kommandozeile. Als verschlüsselter Speicher für Projekte und Fotos passt Proton Drive gut, als automatisches NAS-Backup weniger.

Quellen

  1. Preise für Proton Drive – Kosten und Abonnements für Cloud-Speicher | Proton · Anbieter · Preisseite Einzelpersonen, Schalter „Jährlich“, Karte des Tarifs · Preisseite Einzelpersonen, Schalter „Monatlich“, Karte des Tarifs · Stand 12.10.2026
  2. So verwaltest du den Datei-Versionsverlauf in Proton Drive | Proton · Anbieter · Stand 12.10.2026
  3. Datenschutzerklärung - Proton Drive | Proton · Anbieter · Stand 12.10.2026
  4. Proton Data Processing Agreement | Proton · Anbieter · Stand 12.10.2026
  5. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) | Proton · Anbieter · Stand 12.10.2026
  6. Wie du synchronisierte Dateien löschst und wiederherstellst | Proton · Anbieter · Stand 12.10.2026
  7. Lade Proton Drive für Windows, Android, macOS oder iOS herunter | Proton · Anbieter · Stand 12.10.2026

Alternativen im Vergleich

* Werbelink: Kaufst du über diesen Link, erhält TutKit eine Provision. Dein Preis bleibt gleich.

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