Die KI-Funktion in Google Sheets hängt an jede Zelle, die sie mit Daten aus der Google-Suche füllt, eine Liste der verwendeten Webseiten. Google hat die Neuerung im Workspace-Updates-Blog vorgestellt und zugleich die Obergrenze angehoben: Eine Anfrage verarbeitet bis zu 3.000 Zellen. Seit dem 20. Oktober schaltet Google beides schrittweise in den Tarifen mit Gemini in Sheets frei: Business Standard und Plus, Enterprise Standard und Plus sowie den Privatabos Google AI Pro und Google AI Ultra.
Wie findest du die Quelle einer Zelle?
Die KI-Funktion tippst du wie eine Formel ein, etwa =AI("Nenne den Firmensitz"; A2); =Gemini() funktioniert genauso. Alternativ fügst du die Funktion über Einfügen > Funktion > KI ein und klickst auf Generieren und einfügen. Für die Quellen klickst du eine Zelle an, fährst mit der Maus über den Inhalt und wählst das Symbol Quellen.
Die deutsche Hilfeseite zur KI-Funktion beschränkt die Quellenanzeige noch auf Teilnehmer von Workspace Experiments und Betaprogrammen. Mit dem Update bekommen alle Konten, in denen Gemini in Sheets eingeschaltet ist, die Quellen zu sehen, ohne dass ein Admin etwas umstellen muss. Die Quellen erscheinen nur in Google Sheets im Browser, nicht in den Apps.
Was ändert sich bei großen Tabellen?
Bisher war bei 350 markierten Zellen Schluss, den Rest musstest du in einem zweiten Durchgang auswählen. Diese Grenze nennt die Hilfe weiterhin; Google hat den Text noch nicht an die neuen 3.000 Zellen angepasst. Für eine Aufgabe mit 500 Zellen nennt Google eine bis zu 55-mal schnellere Bearbeitung als beim Eintippen von Hand. Die Zahl stammt aus einer internen Studie mit 95 Teilnehmenden, die englische Prompts verwendeten.
Gemini verarbeitet nur den Bereich, den du als zweites Argument angibst, nicht die ganze Tabelle. Innerhalb von WENN oder anderen Formeln läuft die KI-Funktion nicht, und ein Durchgang lässt sich nicht rückgängig machen, nur neu erzeugen. Außerdem begrenzt Google, wie viel du generieren darfst: Ist dein Kontingent für einen längeren Zeitraum aufgebraucht, bleibt Generieren bis zu 24 Stunden gesperrt.
Wie steht Excel im Vergleich da?
Microsoft hat seine vergleichbare Formel =COPILOT() zum 14. September 2026 aus Excel entfernt. Die Funktion stand nur als Vorschau im Frontier-Programm bereit, über das Microsoft neue Copilot-Funktionen vorab an Testkunden gibt, wie die Microsoft-Hilfe festhält; bestehende Formeln zeigen bei der nächsten Neuberechnung den Fehler #NAME?. Statt einer Formel empfiehlt Microsoft Copilot in Excel, wo du die Aufgabe in eigenen Worten beschreibst. Google bleibt dagegen bei der Formel in der Zelle und baut sie aus.
Was das für dich bedeutet
Recherchierst du mit der KI-Funktion Fakten wie Firmensitze, Öffnungszeiten oder Wettbewerberpreise, prüf am besten bei einigen Stichproben die verlinkten Quellen, bevor du die Tabelle weitergibst. Im Versionsverlauf stehen die eingefügten Inhalte unter deinem Namen, ein falscher Wert fällt also auf dich zurück.
Gib den Datenbereich außerdem immer als zweites Argument mit; die Hilfe empfiehlt das ausdrücklich für bessere Ergebnisse. Arbeitest du mit Business Starter, fehlt Gemini in Sheets ganz, wie die Preisübersicht von Google zeigt; erst ab Business Standard ist die KI-Funktion samt Quellen dabei. Kostenlose Google-Konten stehen in der Ankündigung ebenfalls nicht auf der Liste. Wie du Tabellen und KI für Datenaufgaben kombinierst, zeigt die Lektion zu Google Sheets und KI im KI-Guide.
Google hat die Neuerung am 28. Oktober 2026 vorgestellt.
Quellen