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Canva bringt sein erstes eigenes Bildmodell Craft in Dream Lab

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Was macht Craft anders?
  2. Was kostet ein Craft-Bild?
  3. Was das für deine Grafiken bedeutet
  4. Quellen

Canva Research, die Forschungsabteilung von Canva, hat mit Craft das erste Bildmodell des Unternehmens von Grund auf selbst entwickelt und trainiert. Craft steht in Dream Lab, dem Bildgenerator in der linken Seitenleiste des Editors, allen Canva-Nutzern zur Verfügung, auch mit kostenlosem Konto. Entwickler erreichen das Modell zusätzlich über die Canva-Schnittstelle, wie Canva im Entwicklerforum angekündigt hat.

Bisher lief Dream Lab mit Phoenix, einem Bildmodell der 2024 übernommenen Tochter Leonardo.ai. Laut TechCrunch hat Canva außerdem mehrere Modelle anderer Anbieter eingesetzt und dürfte mit dem eigenen Modell Kosten sparen. Canva will damit Qualität und Tempo besser steuern.

Was macht Craft anders?

Craft arbeitet in zwei Stufen. Im ersten Schritt entsteht ein Bauplan: wo Objekte stehen, wie groß sie im Verhältnis zueinander sind, was im Bild Vorrang hat und welcher Text hineinkommt. Erst danach rendert Craft das Bild, in bis zu 2K, also rund 2.000 Pixel an der langen Seite, und in bis zu 30 Seitenverhältnissen. Canva erwartet von diesem Ablauf lesbare Schrift und präzise Details. Einzelne Elemente sollen sich zudem ändern lassen, ohne dass sich der Rest des Bilds verschiebt.

Trainiert hat Canva Research das Modell vor allem mit Vorlagen aus der eigenen Bibliothek statt mit Fotos, darunter Plakaten, Social-Media-Beiträgen, Präsentationen, Infografiken, Speisekarten und textlastigen Layouts. Prompts nimmt Craft in jeder Sprache an, also auch auf Deutsch, und Schrift im Bild setzt das Modell in 55 Sprachen.

Was kostet ein Craft-Bild?

Einen eigenen Preis für Craft nennt Canva nicht. Über die Schnittstelle kostet jedes Craft-Bild KI-Credits des Nutzerkontos, genau wie ein Bild der übrigen Modelle. Ob Canva Craft im Kontingent deines Tarifs als Standard- oder als Premium-Nutzung abrechnet, hat das Unternehmen laut TechTimes noch offengelassen.

Schnell ist Craft nicht. Für ein Bild über die Schnittstelle rechnet Canva mit 50 bis 60 Sekunden, weil vor dem Rendern der Planungsschritt läuft. Zwei günstigere und schnellere Varianten sind laut TechCrunch in Arbeit. Über den MCP-Server von Canva, die Anbindung für KI-Assistenten wie ChatGPT und Gemini, soll Craft ebenfalls bald nutzbar sein.

Was das für deine Grafiken bedeutet

Interessant wird Craft vor allem für Plakate, Einladungen und Social-Media-Grafiken mit Überschrift. Probier das Modell am besten an einem echten Entwurf mit deutscher Überschrift aus und prüf Umlaute sowie Rechtschreibung im Bild, bevor die Grafik an Kunden geht.

Für fotorealistische Produktbilder lohnt dagegen der Vergleich mit deinen bisherigen Ergebnissen, denn Fotos standen beim Training nicht im Mittelpunkt.

Passt nur ein Detail nicht, wandelst du das Bild mit Magic Layers in ein Design mit einzelnen Ebenen um und änderst Text oder Farbe dort. So musst du nicht für jede Korrektur ein neues Bild erzeugen. Wie du in Canva Grafiken gestaltest und bearbeitest, zeigt dir der Canva-Kurs für Grafiken, Bilder und Videos.

Nutzt du die Canva-Schnittstelle für eigene Abläufe, plane feste Produktionsprozesse mit Craft am besten erst später ein. Canva stellt die Schnittstelle bisher nur als Vorabversion bereit und weist darauf hin, dass Änderungen bestehende Anbindungen unbrauchbar machen können.

Canva hat Craft am 22. Oktober 2026 vorgestellt.

Quellen

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