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Anzeigen im KI-Modus: Google startet in zehn Ländern, Deutschland fehlt noch

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Wo erscheinen die Anzeigen jetzt?
  2. Wie kommen deine Anzeigen in die KI-Antworten?
  3. Was das für dich bedeutet
  4. Quellen

Google hat am 28. Oktober 2026 angekündigt, Anzeigen im KI-Modus der Suche auf zehn weitere Länder auszuweiten: Australien, Kanada, Indien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, die Philippinen und Singapur. Im vierten Quartal sollen Brasilien, Mexiko und Großbritannien folgen. Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen auf keiner der beiden Listen.

Den KI-Modus selbst kannst du hierzulande schon auf Deutsch nutzen. Gesponserte Einträge innerhalb der KI-Antworten zeigt Google bisher nur auf Englisch, wie die Google-Ads-Hilfe auflistet.

Wo erscheinen die Anzeigen jetzt?

In den neuen Ländern können Text- und Shopping-Anzeigen direkt in den Antworten des KI-Modus stehen, als Werbung gekennzeichnet. In den USA blendet Google Anzeigen zusätzlich auch bei Folgefragen im laufenden Dialog ein. Im deutschsprachigen Raum sieht die Lage so aus:

PlatzierungUSA und neue LänderDeutschland, Österreich, Schweiz
über und unter der Übersicht mit KIjaja
in der Übersicht mit KI und im KI-Modusja, auf Englischnein
bei Folgefragen im KI-Modusnur USAnein

Google begründet den Schritt mit Zahlen aus den USA: Anfragen im KI-Modus seien im Schnitt dreimal so lang wie klassische Suchanfragen, gesponserte Produkteinträge würden dort ähnlich oft angeklickt wie unbezahlte. Die Ankündigung fiel auf den Tag der Quartalszahlen. Laut TechCrunch wuchs der Suchumsatz im dritten Quartal um 12 Prozent, nach 17 Prozent im zweiten.

Wie kommen deine Anzeigen in die KI-Antworten?

Eine eigene Kampagne brauchst du dafür nicht. Bestehende Such-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen nehmen automatisch an der Auktion teil, abgerechnet wird wie bei jeder Suchanzeige.

Über die Reichweite entscheidet die Keyword-Option. Mit „Weitgehend passend“, AI Max für Suchkampagnen, Shopping und Performance Max kann Google eine Anzeige auch dann einblenden, wenn erst die KI-Antwort ein Kaufinteresse zeigt. Google nennt als Beispiel die Frage, warum ein Pool grün ist: Die Antwort erwähnt Algenmittel und Poolsauger, dazu passen dann Anzeigen. Keywords mit „Genau passend“ oder „Passende Wortgruppe“ greifen nur, sobald die Suchanfrage selbst nach einem Produkt fragt.

Gezielt buchen oder abwählen lässt sich die Platzierung nicht, auszuschließende Keywords und Markenausschlüsse gelten aber weiter. Einen eigenen Bericht bietet Google nicht: Klicks aus den KI-Antworten stecken zusammengefasst in den üblichen Kampagnenberichten. Neben manchen Anzeigen setzt Google außerdem kurze Erklärtexte, die Gemini aus der Suchanfrage, der KI-Antwort und öffentlichen Quellen wie deiner Website schreibt. Bearbeiten oder abschalten kannst du sie nicht.

Was das für dich bedeutet

Schaltest du Anzeigen nur für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, ändert sich vorerst nichts. Einen Termin für den deutschsprachigen Raum nennt Google nicht.

  • Sprichst du mit Anzeigen Kunden in Kanada, Australien oder im Lauf des vierten Quartals in Großbritannien an, sieh dir die Keyword-Optionen dieser Kampagnen an. Mit weitgehend passenden Keywords oder Performance Max können deine Anzeigen dort schon jetzt in den KI-Antworten erscheinen. Leg Budget und auszuschließende Keywords deshalb bewusst fest.
  • Halte die Texte auf deiner Website aktuell, denn Google kann sie für die Erklärtexte neben deinen Anzeigen heranziehen.
  • Ordne deine Keywords schon jetzt nach Option, damit du beim Start im deutschsprachigen Raum weißt, welche Kampagnen breit ausgespielt werden. Wie du Keywords und Zielgruppen festlegst, zeigt die Lektion zu Google-Ads-Keywords im Paid-Ads-Tutorial.

Auf die unbezahlten KI-Antworten haben Anzeigen laut Google keinen Einfluss. Wie du dort genannt wirst, behandelt der Kurs zur Sichtbarkeit in ChatGPT, Claude und Gemini.

Google hat die Ausweitung am 28. Oktober 2026 im Google-Ads-Blog bekanntgegeben.

Quellen

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