ElevenLabs hat SFX v3 freigegeben, die neue Version seines Modells für Soundeffekte. Aus einer kurzen Textbeschreibung entsteht ein Geräusch-Clip von bis zu 30 Sekunden. ElevenLabs bietet SFX v3 in ElevenCreative an, dem Kreativbereich des Unternehmens, außerdem in der Mobil-App und über die Programmierschnittstelle ElevenAPI. Im Blogbeitrag zum Start rückt ElevenLabs vor allem Prompts in den Mittelpunkt, die mehrere Klänge auf einmal beschreiben.
Was kann SFX v3 besser als SFX v2?
Ein Fußballclip braucht jubelnde Zuschauer, einen aufprallenden Ball und Sekunden später Buhrufe aus derselben Menge. Solche Mischungen kosteten bisher mehrere Versuche, schreibt ElevenLabs. SFX v3 befolgt mehrere Anweisungen innerhalb eines Prompts zuverlässiger, sodass ein größerer Teil der beschriebenen Klänge tatsächlich im Clip zu hören ist.
Was SFX v3 kann und was nicht
Neues Soundeffekt-Modell von ElevenLabs, vorgestellt am 29. Oktober 2026
- Mehrere Klänge in einem Prompt zuverlässiger umsetzen
- Musik und Gesang mit Alltagsgeräuschen verbinden
- Gongs, Klangspiele und Pfeifen mit weniger Störgeräuschen
- Effekte länger als 30 Sekunden je Durchgang
Verbesserungen laut Benchmarks von ElevenLabs, unabhängige Tests fehlen
Quellen: ElevenLabs Blog, ElevenLabs Documentation
Daneben erzeugt das Modell Musik und Gesang überzeugender, etwa eine kurze Melodie zusammen mit Alltagsgeräuschen. Bei Gongs, Klangspielen und Pfeifen treten seltener Störgeräusche auf, die einen Ton schrill oder knisternd klingen lassen. Belegt sind die Fortschritte bisher nur durch Benchmarks von ElevenLabs selbst; unabhängige Tests fehlen.
Mit SFX v2 hatte ElevenLabs im September 2025 Clips bis 30 Sekunden, nahtlose Schleifen und eine Abtastrate von 48 kHz eingeführt, wie The Decoder damals berichtete. An diesen Eckdaten ändert v3 nichts: Die API-Dokumentation nennt weiter höchstens 30 Sekunden je Durchgang und WAV-Dateien mit 48 kHz. Die neue Version verbessert also die Treffsicherheit, nicht die Länge.
Wo nutzt du SFX v3, und was kostet ein Effekt?
In ElevenCreative erzeugst du Effekte im Tab Sound Effects, in Flows, in Studio und im Music Editor. Über die API wählst du das Modell mit der Kennung eleven_text_to_sound_v3. Die Dokumentation schränkt allerdings ein: SFX v3 ist nur begrenzt freigeschaltet und womöglich nicht in jeder Region verfügbar. Welche Regionen fehlen, verrät ElevenLabs nicht, auch nicht für Deutschland.
Abgerechnet wird in Credits. Die Preisseite setzt 200 Credits je erzeugtem Effekt an. Legst du eine feste Dauer fest, kostet jede Sekunde 40 Credits, ein Effekt mit 30 Sekunden also 1.200 Credits. Einen eigenen Preis für v3 nennt ElevenLabs nicht. Der kostenlose Tarif enthält 10.000 Credits im Monat und reicht damit für 50 Effekte, der Creator-Tarif mit 121.000 Credits für 605 Effekte.
Kommerziell verwenden darfst du die Effekte erst mit einem bezahlten Tarif ab Starter, der kostenlose Tarif ist auf private Nutzung beschränkt. Euro-Preise weist ElevenLabs auch auf der deutschen Preisseite nicht aus.
Was das für dich bedeutet
Für Videos mit dichter Geräuschkulisse lohnt ein Vergleich. Nimm am besten einen Prompt, an dem SFX v2 bisher gescheitert ist, und hör dir an, wie viele der beschriebenen Klänge v3 jetzt umsetzt. ElevenLabs rät, mit dem wichtigsten Geräusch zu beginnen, die Umgebungsgeräusche danach zu ergänzen und die Beschreibung so lange anzupassen, bis das Ergebnis deiner Vorstellung entspricht.
Bevor du einen Effekt in ein Kundenvideo einbaust, prüf kurz, ob dein Konto mindestens im Starter-Tarif läuft. Arbeitest du ohnehin mit Adobe, ist Firefly eine Alternative, denn das Programm erzeugt ebenfalls Soundeffekte per KI; wie das geht, zeigt die Lektion zu Soundeffekten mit Adobe Firefly.
Ob v3 für dein Konto schon freigeschaltet ist, klärst du über die API mit einer einzigen Anfrage: Mit der Kennung eleven_text_to_sound_v3 läuft eine Anfrage nur bei freigeschaltetem Zugang. Weitere KI-Werkzeuge für Ton und Stimme stellt der KI-Guide für Video, Audio und Stimme vor.
ElevenLabs hat SFX v3 am 29. Oktober 2026 vorgestellt.
Quellen