Canva hat Affinity am 2. November 2026 als App für das iPad veröffentlicht, wie MacRumors berichtet. Die App vereint Vektorzeichnen, Bildbearbeitung, Seitenlayout und freies Skizzieren in einem Programm und kostet Privatleute laut Affinity nichts. Für den Start brauchst du iPadOS 18 und ein Canva-Konto.
Was steckt in der App?
Affinity gliedert sich in vier Studios: Sketch, Vector, Pixel und Layout. Zwischen den Studios wechselst du innerhalb derselben Datei, und jedes Projekt landet in einer einzigen .af-Datei. Laut MacRumors öffnet auch die Desktop-Version diese Datei.
Das Sketch Studio ist für Touch und Apple Pencil gebaut und bringt nach Angaben von Affinity über 350 Pinsel mit. Die Funktion Sketch to Shapes wandelt gezeichnete Formen in bearbeitbare Vektoren um. Im Pixel Studio warten RAW-Entwicklung, nicht-destruktive Korrekturen und ein Maskenwerkzeug für schwierige Kanten wie Haare und Fell. Das Layout Studio verarbeitet mehrseitige Dokumente mit Musterseiten und gibt druckfertig aus. Der Apple Pencil Pro funktioniert mit Drehen, Drücken und Schweben, und die App arbeitet offline.
Alle Werkzeuge der vier Studios stehen Privatpersonen ohne Einschränkung offen, dazu Anpassungen und Export. Ein kostenloses Canva-Konto genügt für die Anmeldung, und Updates verspricht Affinity ohne Aufpreis. Der deutsche App Store führt die App mit deutscher Oberfläche, die Installation belegt 1,9 GB und verlangt iPadOS 18.0.
Die KI-Werkzeuge gehören zu Canva AI Studio und verlangen einen Premium-Tarif von Canva: Pro, Business, Enterprise oder Education. Laut MacRumors gehören Generative Expand, Hochskalieren, Rauschreduzierung und Decompose Layer dazu, das ein flaches Bild in bearbeitbare Ebenen zerlegt. Die Abos laufen als In-App-Käufe im App Store, die Preise stehen dort. Affinity-Inhalte fließen nach eigener Aussage nicht ins Training der KI-Funktionen ein.
Was fehlt zum Start?
Mehrere Funktionen der Desktop-Fassung fehlen vorerst: Books, Batch, Data Merge, Quick Adjustments, die Bedienfelder Info und Scope, die Makroaufzeichnung und das Astrophotography Studio. Weitere Funktionen sollen laut Affinity folgen. Welche iPad-Modelle die App unterstützen, nennt die Produktseite nicht und verweist auf die Systemanforderungen im Help Center.
Affinity für iPad zum Start
Kostenlose App von Canva, seit 2. November 2026 im App Store
- Vier Studios in einer .af-Datei
- Kernwerkzeuge kostenlos für Privatleute mit Canva-Konto
- Deutsche Oberfläche, ab iPadOS 18, auch offline nutzbar
- KI-Werkzeuge nur mit Premium-Tarif von Canva
- Batch, Data Merge, Books und Makros fehlen vorerst
Welche iPad-Modelle laufen, nennt Affinity nicht
Quellen: Affinity, MacRumors, App Store
Fremddateien importiert die App aus den Formaten PSD, AI, INDD, IDML, PDF und SVG, meist mit erhaltenen Ebenen und Struktur. Affinity warnt aber selbst vor Verlusten: Bei INDD und IDML brauchen GREP-Stile, verankerte Objekte und Tabellen Handarbeit. Illustrator-Effekte und Masken vereinfacht die App teils, Photoshop-Smartobjekte und fortgeschrittene Filter verflachen. Exportieren lässt sich als JPEG, PNG, WebP, PDF, SVG, EPUB und INDD, außerdem direkt nach Canva.
Was das für dich bedeutet
Für Canva dient die kostenlose App als Zugang zum Abo: Das Konto ist Pflicht, der Export nach Canva eingebaut, die KI kostet extra. Dir bringt das trotzdem eine vollwertige Zeichen- und Layoutumgebung ohne Kaufpreis, solange du auf KI verzichtest.
- Lade die App mit einem kostenlosen Canva-Konto herunter und prüf an einem echten Projekt, ob dir die vier Studios ohne KI reichen.
- Arbeitest du mit Batch, Data Merge oder Makros, bleib vorerst bei der Desktop-Version. Diese Funktionen fehlen auf dem iPad.
- Importierst du InDesign-, Illustrator- oder Photoshop-Dateien, teste vorab eine Kopie und kontrollier Tabellen, Effekte und Smartobjekte.
- Brauchst du die KI-Werkzeuge, vergleich ihren Nutzen mit dem Preis eines Canva-Abos, bevor du eins abschließt.
Canva hat Affinity für iPad am 2. November 2026 veröffentlicht, MacRumors berichtete am selben Tag.
Quellen