Aus dem Cloud-Backup & Online-Speicher-Vergleich
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B Backup
Einsatzgebiete
Automatische Sicherung mehrerer Rechner einer Person, einschließlich Linux, externer Festplatten und zugeordneter Netzlaufwerke; Sicherung von iPhone, iPad und Android; NAS-Backup per Hyper Backup oder HBS3 als Add-on.
Unsere Einschätzung
Eignet sich, wenn du mehrere Geräte und sogar dein ganzes System in einem Konto sichern willst und viel Speicher brauchst. Wenn dir ein Speicherort in der EU wichtig ist, passt IDrive eher nicht, denn die Rechenzentren stehen in den USA.
IDrive ist ein Online-Backup-Dienst für viele Geräte in einem Konto: PCs, Macs, Linux-Rechner sowie iPhones, iPads und Android-Geräte. Ein Personal-Konto ist für einen Nutzer gedacht, der mehrere Computer sichern darf. Neben einzelnen Ordnern sichert IDrive auf Wunsch das gesamte System, sodass du einen Rechner nach einem Totalausfall komplett wiederherstellen kannst.
Die Sicherung läuft automatisch: IDrive erkennt geänderte Teile von Dateien und überträgt nur diese. Auch externe Festplatten und zugeordnete Netzlaufwerke lassen sich einbeziehen.
IDrive sitzt in Kalifornien, und die Anwendung läuft laut IDrive in Rechenzentren in den USA. Eine EU-Region ist für das Online-Backup nicht belegt. Für die DSGVO bietet IDrive einen Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA) für alle Kunden an, der automatisch Teil der Nutzungsbedingungen ist und die Standardvertragsklauseln einbezieht. Außerdem verweist IDrive auf das EU-U.S. Data Privacy Framework.
Deine Daten werden bei Übertragung und Speicherung mit 256-Bit-AES verschlüsselt. Standardmäßig nutzt IDrive dafür einen vom System erzeugten Schlüssel. Willst du die Kontrolle selbst behalten, richtest du einen privaten Schlüssel ein; die aktuelle FAQ beschreibt die Einrichtung beim ersten Desktop-Login. Laut IDrive wird der Schlüssel nicht auf den Backup-Servern gespeichert. Eine spätere Änderung ist per Konto-Reset möglich, löscht aber alle gesicherten Dateien und macht bisherige lokale Backups unzugänglich.
Die Desktop-Apps entschlüsseln lokal. Beim Webzugriff erfolgt die Entschlüsselung laut IDrive auf einem separaten Zwischenprozessor und anschließend die Übertragung an den Browser über TLS. Die Zugriffswege bieten damit unterschiedliche Vertraulichkeit; eine pauschale Zero-Knowledge-Zusage für jede Wiederherstellung wäre irreführend.
IDrive bewahrt bis zu 30 frühere Versionen jeder gesicherten Datei auf; für Konten, die vor dem 7. November 2018 angelegt wurden, nennt IDrive zehn Versionen. Zusätzlich gibt es Snapshots: Sie zeigen den Datenstand zu einem bestimmten Zeitpunkt und belasten laut IDrive das Speicherkontingent nicht. Gelöschte Dateien kannst du 30 Tage lang aus dem Papierkorb zurückholen.
Mit True Archiving löscht IDrive Daten aus dem Online-Konto nicht automatisch, auch wenn du sie auf dem Rechner entfernst – erst wenn du sie selbst löschst. Das ist praktisch für Archive, kann aber den Speicher füllen.
Für NAS-Geräte von Synology und QNAP bietet IDrive eine direkte Anbindung über die Werkzeuge des NAS: Synology Hyper Backup, Cloud Sync und QNAP HBS3. Diese Anbindung ist ein kostenpflichtiges Add-on, das nach Terabyte abgerechnet wird. Alternativ bindest du das NAS als Netzlaufwerk auf einem Rechner ein, auf dem die IDrive-App läuft. In den Business-Tarifen nennt IDrive NAS-Geräte ausdrücklich.
IDrive Personal gibt es mit 5, 10 und 20 TB, weitere Stufen bis 100 TB, dazu Team- und Business-Tarife. Du zahlst jährlich oder für zwei Jahre, die englische Preisseite nennt auch eine monatliche Zahlung. Neukunden erhalten einen Rabatt, der nur im ersten Jahr gilt; danach zahlst du den regulären Preis. Überschreitest du die Speichergrenze, berechnet IDrive Zusatzgebühren je Gigabyte. Die Preise stehen in US-Dollar, Steuern kommen bei Bedarf hinzu. Aktuelle Beträge findest du auf der Preisseite von IDrive.
Aus unserer Sicht passt IDrive zu dir, wenn du mehrere Geräte – etwa Laptop, Desktop und Smartphone – in einem Konto sichern willst und auch Linux oder eine Systemsicherung brauchst. Die NAS-Anbindung über Hyper Backup oder HBS3 macht IDrive auch für kleine Büros interessant.
Stehen für dich Speicher in der EU und ein Anbieter mit Sitz in Europa im Vordergrund, ist ein Dienst mit EU-Rechenzentrum die naheliegendere Wahl. Prüfe außerdem vor der Verlängerung, wie sich der Preis nach dem ersten Jahr entwickelt, und spiel nach dem Einrichten einmal eine Wiederherstellung durch – dann weißt du, dass deine Sicherung im Ernstfall funktioniert.
Einschätzung der Redaktion
Für Fotografen bedingt geeignet
Rechner, externe Platten und Smartphone in einem Konto sichern
Viel Speicher und viele Geräte; Kundenbilder liegen aber in den USA.
Für Designer gut geeignet
Mehrere Arbeitsrechner mit Versionen sichern
Automatisches Backup mehrerer Geräte, 30 Versionen und Snapshots für Projektdateien.
Für Selbstständige und kleine Teams bedingt geeignet
Geräte und NAS eines kleinen Teams sichern
DPA und NAS-Anbindung vorhanden; Speicherort USA vorher datenschutzrechtlich prüfen.
IDrive deckt beim Backup viel ab: mehrere Computer unter Windows, macOS und Linux, Mobilgeräte, externe und zugeordnete Laufwerke, Systemsicherung, Snapshots und bis zu 30 Versionen je Datei. Der DPA mit Standardvertragsklauseln gilt automatisch. Der wichtigste Haken für Selbstständige in Deutschland ist der Speicherort USA; eine EU-Region ist für das Online-Backup nicht belegt. Beachte außerdem, dass der Rabatt nur im ersten Jahr gilt und ein späterer Schlüsselwechsel einen Konto-Reset erfordert, der alle gesicherten Dateien löscht. Desktop-Apps entschlüsseln lokal; beim Webzugriff nutzt IDrive einen separaten Zwischenprozessor.
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