Aus dem Layoutprogramme und DTP-Software-Vergleich
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VL Vorlagen & Social Media MT Marke & Team
Einsatzgebiete
Social-Media-Grafiken, Präsentationen, Flyer, Einladungen, Dokumente und einfache Websites aus Vorlagen gestalten. Designs per KI in andere Formate bringen, in andere Sprachen übersetzen und Serien aus Excel- oder CSV-Daten erzeugen. Logos, Markenfarben und Schriften in Markenkits ablegen, gemeinsam in Echtzeit an Designs arbeiten und Druck-PDFs mit Beschnittzugabe, Zuschnittmarken und CMYK-Farbprofil ausgeben.
Unsere Einschätzung
Canva Pro eignet sich aus unserer Sicht für schnelle, markengerechte Designs aus Vorlagen, für Social Media und für einfache Drucksachen. KI-Werkzeuge, Massenerstellung, fünf Markenkits und Zusammenarbeit in Echtzeit sind enthalten, gearbeitet wird aber online mit Konto. Für Bücher, Magazine und anspruchsvolle Druckvorstufe fehlen verkettete Textfelder, und Musterseiten, PDF/X und Sonderfarben beschreibt die Hilfe nicht.
Canva gibt es als kostenlose Version Canva Free und in den bezahlten Tarifen Canva Pro, Canva Business und Canva Enterprise. Referenzedition in diesem Vergleich ist Canva Pro im Jahresabo für eine Person. Laut Canva richtet sich Pro an Einzelpersonen, die Premium-Werkzeuge, Vorlagen und Inhalte nutzen wollen. Über drei Jahre ist das Jahresabo günstiger als das Monatsabo. Den Monatspreis nennt der Vergleich nach dem deutschen App Store, weil die Preisseite ihn erst nach dem Umschalten auf monatliche Zahlung anzeigt. Die Beträge stehen unter „Alle Tarife“. Canva Business rechnet je Person ab und ergänzt Werkzeuge für Teams.
Canva ist ein Online-Dienst und wird laufend aktualisiert. Eine Versionsnummer für die Web-Anwendung nennt Canva auf den geprüften Seiten nicht; die App für iPhone und iPad trägt im App Store die Version 4.230.0. Neue Funktionen führt Canva auf der Preisseite auf, derzeit zum Beispiel Canva Offline. Laut Nutzungsbedingungen darf Canva Funktionen hinzufügen, ändern oder entfernen.
Plattformen laut technischen Anforderungen:
Eine eigene App für Linux nennt Canva dort nicht.
Die Oberfläche gibt es auf Deutsch; die Sprache stellst du in den Kontoeinstellungen ein. Ein Konto gehört laut Nutzungsbedingungen genau einer Person, die Zugangsdaten darfst du nicht weitergeben. Mit Canva Pro kannst du keine Personen in dein Team einladen.
Alle Tarife verlängern sich automatisch. Kündigst du, enden die Zahlungen, und du behältst die bezahlten Funktionen bis zum Ende des Abrechnungszeitraums. Danach nutzt du Canva Free weiter; deine Designs, Inhalte aus dem Markenkit und freigegebene Ordner bleiben laut Hilfe erhalten. Erstattungen gibt es laut Canva in der Regel nicht, jede Anfrage wird aber geprüft. Statt zu kündigen, kannst du Pro bis zu drei Monate pausieren. Ein im App Store abgeschlossenes Abo kündigst du über den App Store.
Canva arbeitet mit Designs statt mit klassischen Satzdokumenten. Du startest mit einem von über tausend Designtypen oder mit einer Vorlage; Canva Pro bietet laut Preisseite mehr als 3,6 Millionen Vorlagen und über 141 Millionen Premium-Fotos, -Videos, -Grafiken und -Audiotracks. Elemente ziehst du per Drag and Drop auf die Seite, ein Design kann mehrere Seiten haben.
Als Layouthilfen gibt es Ränder, Hilfslinien und Lineale. Lineale stehen laut Hilfe nur am Computer zur Verfügung, und automatische benutzerdefinierte Ränder unterstützt Canva derzeit nicht. Seiten und Elemente kannst du sperren, damit sie sich nicht versehentlich verschieben. Jede Person mit Bearbeitungsrecht kann die Sperre aber wieder aufheben.
Text steht in Textfeldern. Laut Hilfe fließt Text nicht automatisch über mehrere Textfelder, und er umfließt keine Grafik und kein Bild, das auf einem Textfeld liegt. Musterseiten, verknüpfte Absatz- und Zeichenformate und ein Grundlinienraster beschreibt die Hilfe nicht. Aus unserer Sicht eignet sich Canva deshalb wenig für Broschüren, Magazine und Bücher mit viel Fließtext, den du später noch überarbeitest und neu umbrichst.
In Markenkits legst du Logos, Farben und Schriftarten zentral ab; Canva Pro enthält laut Preisseite fünf Markenkits. Eigene Schriften lädst du in Pro im Format OTF, TTF oder WOFF hoch, sofern ihre Lizenz das Einbetten erlaubt. Für textlastige Dokumente gibt es Canva Docs mit Spalten, automatischen und manuellen Seitenumbrüchen und einer Gliederung, die deine Überschriften zur Navigation zeigt. Ränder, Beschnittzugabe, Lineale und Zuschnittmarken stehen in Canva Docs laut Hilfe noch nicht zur Verfügung.
Für den Druck lädst du dein Design als PDF-Druck herunter. Das PDF hat 300 dpi und auf Wunsch Beschnittzugabe, Zuschnittmarken und ein Farbprofil in RGB oder CMYK. Die Beschnittzugabe legt Canva laut Hilfe auf ein Achtel Zoll fest, also gut drei Millimeter an jeder Seite. Ändern lässt sie sich nicht, ebenso wenig die Größe der Zuschnittmarken. Kläre deshalb vorab, welche Beschnittzugabe deine Druckerei erwartet.
Der Editor arbeitet laut Hilfe mit Hex-Codes, also mit RGB-Werten. CMYK-Werte rechnest du mit einem Farbwähler in Hex-Codes um, und in Canva Pro hinterlegst du für die Farben deines Markenkits zusätzlich CMYK-Werte. Das CMYK-PDF gehört zu den bezahlten Tarifen. Welches ICC-Profil Canva bei der Umrechnung verwendet, nennt die Hilfe nicht, und einen Softproof beschreibt sie ebenfalls nicht. Sehr leuchtende RGB-Farben liegen laut Canva außerhalb des druckbaren Farbumfangs und lassen sich nicht exakt drucken.
PDF/X, Sonderfarben wie Pantone oder HKS, eine Separations- oder Überdruckenvorschau und eine Preflight-Prüfung fertiger PDFs beschreibt die Hilfe nicht. Vor dem Druck erkennt Canva laut Hilfe aber Probleme im Design automatisch und zeigt sie je Seite an; Korrekturen übernimmst du einzeln. Ob diese Prüfung auch für PDFs gilt, die du bei einer anderen Druckerei drucken lässt, sagt die Hilfe nicht.
Für Bildschirm und Web gibt Canva Designs als PNG, JPG, SVG, GIF und MP4 aus, Präsentationen als PPTX und Canva Docs als DOCX. SVG-Dateien und PNGs mit transparentem Hintergrund gehören laut Hilfe zu den bezahlten Tarifen. Websites veröffentlichst du direkt aus Canva, auf einer kostenlosen Domain von Canva oder auf einer eigenen Domain; ohne die Canva-Fußzeile geht das erst mit Pro. EPUB und interaktive PDFs mit Formularfeldern führt die Hilfe zu den Download-Formaten nicht auf.
Aus unserer Sicht ist Canva nicht auf lange Dokumente ausgelegt. Canva Docs bietet Seitenumbrüche, Spalten und eine Gliederung. Ein automatisches Inhaltsverzeichnis, einen Index, Fußnoten, Querverweise, eine Buchdatei aus mehreren Dokumenten, bedingten Text oder eine XML-Struktur beschreibt die Hilfe nicht. Hinzu kommt, dass Text laut Hilfe nicht über mehrere Textfelder fließt. Für Handbücher, Kataloge und Bücher mit vielen Seiten passt deshalb ein klassisches Layoutprogramm besser.
Für Serienlayouts gibt es die Massenerstellung (Bulk Create). Sie erzeugt laut Hilfe auf einen Schlag Hunderte Varianten eines Designs. Die Daten kommen aus Canva Sheets, aus einer Excel- oder CSV-Datei oder aus Daten-Apps, oder du gibst sie direkt ein. Textfelder sowie Rahmen oder Raster für Bilder verbindest du mit Datenfeldern, bis zu 150 Felder sind möglich. Jede Zeile wird ein eigenes Design oder eine neue Seite in einem gemeinsamen Design. Die Funktion gibt es nur am Computer und nur in den bezahlten Tarifen, also auch in Canva Pro.
Zum Erweitern gibt es Apps aus dem Apps Marketplace, die du direkt im Editor nutzt, etwa um YouTube-Videos einzubinden. Entwickler bauen eigene Apps und Integrationen. Eine Skriptsprache, mit der du selbst Abläufe im Programm steuerst, beschreibt die Hilfe nicht.
Canva ist ein Online-Dienst mit Konto. Eine Internetverbindung brauchen unter anderem KI-Funktionen, Vorlagen und Elemente aus der Canva-Bibliothek, Kommentare und Zusammenarbeit in Echtzeit, neue Uploads, das Anlegen neuer Designs sowie Herunterladen und Exportieren. Mit Canva Offline bearbeitest du Designs, die du vorher offline verfügbar gemacht hast, bis zu 14 Tage ohne Verbindung. Das funktioniert laut Hilfe in Desktop-Browsern, in der Desktop-App und in der Android-App, nicht aber in den Apps für iPhone und iPad.
KI-Werkzeuge in Canva Pro:
Alle KI-Werkzeuge brauchen eine Internetverbindung und teilen sich laut Hilfe ein gemeinsames Kontingent. In Canva Pro sind das je Monat bis zu 200 Nutzungen von Premium-KI-Werkzeugen oder bis zu 20 Nutzungen von Ultra-KI-Werkzeugen; auch beim Jahresabo setzt sich das Kontingent monatlich zurück. Standard-KI-Werkzeuge zählen in bezahlten Tarifen nicht zum Kontingent. Mehr Nutzungen gibt es mit dem kostenpflichtigen Zusatzpaket AI Pass.
Ob deine Inhalte zur Verbesserung von KI-Funktionen genutzt werden dürfen, steuerst du laut Canva in den Datenschutzeinstellungen, und du kannst die Einstellung jederzeit ändern. Welche Voreinstellung für Einzelkonten gilt, nennen die geprüften Seiten nicht. Inhalte aus Business-, Teams- und Enterprise-Konten nutzt Canva laut Trust Center nicht dafür.
Du teilst ein Design mit dem Recht zum Bearbeiten, Kommentieren oder Ansehen, auch über einen Link, mit dem andere ohne Anmeldung bearbeiten können. Mitbearbeitende sehen Änderungen anderer live; kommentieren können Gäste erst nach der Anmeldung. Mit Canva Pro lädst du keine Personen in dein Team ein, dafür brauchst du Canva Business. Eine Markensteuerung, die Farben und Schriften auf das Markenkit beschränkt und Designs vor dem Veröffentlichen zur Freigabe schickt, gibt es laut Hilfe für Admins in Canva Teams und Canva Business.
Deine Designs liegen im Canva-Konto; Canva Pro bietet dafür 100 GB Cloud-Speicher. Ein eigenes Dateiformat zum Speichern auf dem Rechner und einen Export als IDML nennt die Hilfe zu den Download-Formaten nicht.
Import:
Für die Druckerei nutzt du das Druck-PDF mit Beschnittzugabe, Zuschnittmarken und CMYK-Farbprofil. Daneben gibt es PDF Standard, PNG, JPG, SVG, GIF und MP4, PPTX für Präsentationen und DOCX für Canva Docs. Andere Personen bekommen einen Link zum Bearbeiten, Kommentieren oder Ansehen.
Beim Wechsel zu einem anderen Programm nimmst du deine Arbeiten in diesen Formaten mit. Ein PowerPoint-Export klappt nur bei Präsentationen, ein Word-Export nur bei Canva Docs. Kündigst du Canva Pro, bleiben deine Designs laut Hilfe in Canva Free zugänglich, die bezahlten Funktionen enden mit dem Abrechnungszeitraum.
Canva eignet sich aus unserer Sicht für alle, die Designs schnell aus Vorlagen erstellen und dabei auf einheitliche Markenfarben, Logos und Schriften achten wollen.
Geeignet für:
Weniger geeignet für:
Zu Canva Free, Pro und Business gehört laut Preisseite der Zugang zu Affinity, dem separaten Programm von Canva; mit Canva Pro nutzt du dort auch die KI-Werkzeuge. Affinity hat in diesem Vergleich einen eigenen Eintrag.
Einschätzung der Redaktion
Für Einsteiger und Vereine gut geeignet
Flyer, Einladungen und Social-Media-Grafiken aus Vorlagen gestalten
Vorlagen, deutsche Oberfläche und Bedienung per Drag and Drop; Druck-PDFs mit Beschnittzugabe und Zuschnittmarken. Canva Free genügt für den Einstieg, das CMYK-PDF und die Massenerstellung gibt es ab Canva Pro. Du arbeitest online mit Konto.
Für Grafikdesign und Agenturen bedingt geeignet
Social-Media-Kampagnen und einfache Drucksachen für Kunden umsetzen
Markenkits, Zusammenarbeit in Echtzeit und CMYK-PDF mit Beschnitt sind vorhanden. Für anspruchsvolle Druckdaten beschreibt die Hilfe PDF/X, Sonderfarben und Separationen nicht, die Beschnittzugabe ist fest, und einen Austausch im InDesign-Format nennt Canva nicht.
Für Bücher, Magazine und Kataloge weniger geeignet
Bücher, Magazine und Kataloge setzen
Text fließt laut Hilfe nicht über mehrere Textfelder. Musterseiten, Absatzformate, Inhaltsverzeichnis, Index, Fußnoten und einen EPUB-Export beschreibt Canva nicht. Für mehrseitige Publikationen mit viel Text passt ein klassisches Layoutprogramm besser.
Für technische Redaktion weniger geeignet
Handbücher und technische Dokumentation pflegen
Querverweise, bedingter Text, Buchdateien sowie XML oder DITA sind in der Hilfe nicht beschrieben. Canva Docs bietet Seitenumbrüche, Spalten und eine Gliederung, aber keine dokumentierten Werkzeuge für strukturierte Dokumentation.
Für Marketing und Social Media gut geeignet
Viele Formate markengerecht erstellen, übersetzen und gemeinsam bearbeiten
Vorlagen, fünf Markenkits, Größe ändern und Übersetzen per KI, Massenerstellung aus Excel- oder CSV-Daten, Planung von Social-Media-Content und Zusammenarbeit in Echtzeit. Personen ins Team einladen, Freigaben und Markensteuerung gibt es erst mit Canva Business.
Ohne Abo bedingt geeignet
Ohne Abo mit Canva Free gestalten
Canva Free ist kostenlos, mit einem Markenkit mit drei Farben, kleinerem Cloud-Speicher und begrenzter KI. CMYK-PDF und Massenerstellung fehlen. Canva läuft online mit Konto; offline bearbeitest du nur vorbereitete Designs für begrenzte Zeit.
Canva ist eine Design-Plattform und kein klassisches Layoutprogramm. Die Stärken liegen bei Vorlagen, Markenkits, KI-Werkzeugen und gemeinsamer Arbeit: Mit Canva Pro schreibst und übersetzt du Texte per KI, erzeugst Bilder aus Text, entfernst Hintergründe, bringst Designs in andere Formate und erzeugst mit der Massenerstellung Serien aus Excel- oder CSV-Daten. Designs teilst du zum Bearbeiten, Kommentieren oder Ansehen, und Änderungen anderer siehst du live. Für den Druck gibt es ein PDF mit 300 dpi, Beschnittzugabe, Zuschnittmarken und in den bezahlten Tarifen ein CMYK-Farbprofil. Der Editor selbst arbeitet aber mit RGB-Werten, die Beschnittzugabe ist fest, und PDF/X, Sonderfarben und Separationen beschreibt die Hilfe nicht. Für lange Dokumente fehlen verkettete Textfelder, und Musterseiten, Absatzformate und Verzeichnisse dokumentiert Canva nicht. Canva läuft im Browser und als App für Windows, macOS, iPhone, iPad und Android. Mit Canva Offline bearbeitest du vorbereitete Designs bis zu 14 Tage ohne Internet, neue Designs und Exporte brauchen aber eine Verbindung. Das Jahresabo ist über drei Jahre günstiger als das Monatsabo im App Store. Aus unserer Sicht eignet sich Canva Pro für Einsteiger, Vereine sowie Marketing- und Social-Media-Teams, die schnell markengerechte Designs und einfache Drucksachen brauchen. Für Bücher, Magazine, technische Dokumentation und anspruchsvolle Druckvorstufe passt ein klassisches Layoutprogramm besser.
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