Bewerbung Kopfteil: Adressen, Ort, Datum & Betreff

Bewerbung Kopfteil: Adressen, Ort, Datum & Betreff

Jens Hammerschmidt
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Die Adressen für Absender und Empfänger, die Angabe von Ort, Datum und Betreff: Diese Angaben kommen in den Kopfteil deiner Bewerbung ... oder platzierst du sie vielleicht gar anderswo? Hier zeigen wir dir Beispiele, wie du mit den Informationen in deiner Bewerbung umgehen kannst.


1| Absender: Deine Kontaktdaten

Wie sollen dich Personaler sonst kontaktieren?

Der Briefkopf empfiehlt sich zur Positionierung deiner Kontaktdaten. Damit wissen Personalverantwortliche direkt, wie du heißt, woher du kommst und wie sie dich kontaktieren können. Zwar gibt die DIN 5008 zur Positionierung deiner Kontaktdaten eine Empfehlung, doch letztendlich kannst du diese relativ frei wählen. Sei also gerne kreativ! Wichtig ist, dass sich die Informationen schnell erfassen lassen. Dazu kannst du auch den Seitenrand oder die Fußzeile nutzen.

Ansicht zur Positionierung der Kontaktdaten

Straßen und Hausnummern

Nach DIN 5008 setzt du zwischen Straße und Hausnummer ein Leerzeichen. Folgt der Hausnummer ein Buchstabe, setzt du wiederum ein Leerzeichen. Den Buchstaben kannst du groß oder klein schreiben.

  • Mustergasse 1
  • Mustergasse 1 a
  • Mustergasse 1 A

Bei zusammengesetzten Hausnummern nutzt du entweder den Schrägstrich oder den sogenannten Bis-Strich. Folgende Varianten sind möglich:

  • Mustergasse 10/12
  • Nach DIN 5008: Mustergasse 10 – 12
  • Nach Duden: Mustergasse 10–12

Demnach setzt du beim Schrägstrich keine Leerzeichen. Bei der Verwendung eines Striches solltest du auf keinen Fall den Bindestrich (-), sondern den Bis-Strich nutzen (–). Dabei handelt es sich um den etwas längeren Halbgeviertstrich, den du auch als Gedankenstrich kennst. Nach DIN 5008 setzt du davor und dahinter ein Leerzeichen, nach Duden hingegen nicht. Baust du dein Bewerbungsschreiben strikt nach DIN 5008 auf, solltest du der entsprechenden Empfehlung mit Leerzeichen folgen. Ansonsten gilt: Entscheide dich für eine Variante und achte darauf, dass du sie in deinen gesamten Unterlagen einheitlich verwendest. Ein Gespür fürs Detail, das mit Sicherheit guten Eindruck hinterlässt!

Ansicht einer Bewerbung mit Absenderadresse

E-Mail-Adresse

Gib eine E-Mail-Adresse an, die halbwegs offiziell klingt. Im Privaten mag eine ausgefallene und vielleicht sogar witzige E-Mail-Adresse funktionieren – nicht so in deinem Bewerbungsschreiben.

Telefonnummern

Bei der Angabe deiner Telefonnummer empfiehlt sich abermals die DIN 5008, nach der du die Vorwahl durch ein Leerzeichen von der restlichen Nummer trennst. Nur bei Bewerbungen im Ausland ist die internationale Rufnummer sinnvoll:

  • 01234 4455666
  • +49 123 4455666
Ansicht einer Bewerbung mit Absenderadresse

2 | Anschrift: Empfängeradresse

An wen richtet sich dein Bewerbungsschreiben?

Wohl nirgendwo sonst würde ein Schreibfehler mehr auffallen als in der Anschrift. Wie im gesamten Bewerbungsschreiben, so gilt hier mit Nachdruck: Achte unbedingt darauf, dass du Angaben wie den Firmennamen und den Ansprechpartner korrekt schreibst!

Die Anschrift positionierst du in der Regel oben links. Alternativ kannst du sie aber auch rechtsbündig oder zentriert setzen. Möchtest du das Bewerbungsschreiben in einem Umschlag mit Sichtfenster verschicken, ist die Position natürlich vorgegeben.

Das Feld für die Anschrift ist 85 mm breit, 45 mm hoch und kann im Maximalfall neun Zeilen umfassen. Diese Zeilen unterteilen sich in einen Bereich für Vermerke und Zusätze (die ersten drei Zeilen) und in den Bereich für die Anschrift (Zeilen vier bis neun). Für dein Bewerbungsschreiben wirst du in der Regel nur den Bereich für die Anschrift und hier die ersten vier Zeilen benötigen.

Ansicht einer Bewerbung mit Empfängeradresse

Wichtige Hinweise zur Anschrift:

  • Die Abkürzung „z. H.“ (für „zu Händen“) ist veraltet und wird nicht mehr verwendet.
  • Ein vorgesetztes „An“ („An Henriette Mustermeier“) wird nicht mehr verwendet.
  • Zwischen Straße und Ort setzt du keine Leerzeile (das war früher üblich, heute nicht mehr).
  • Bei Bewerbungen in Deutschland kommt vor die Postleitzahl kein Ländercode (nicht: „D-12345“).
  • Schriftgröße: mindestens 8 Punkt. Unter 10 Punkt solltest du keine Serifenschriften verwenden.
  • Ist der Vorname bekannt, gibst du ihn in der Adresszeile mit an (nicht in der Anrede).
  • Die Verwendung von „Frau“ bzw. „Herrn“ vor dem Namen wirkt höflicher.
  • Achte darauf, dass bei einem Mann „Herrn“ (mit „n“) und nicht „Herr“ steht.
  • Verzichte bei der Angabe von „Frau“ bzw. „Herrn“ auf Abkürzungen (nicht: „Fr.“ bzw. „Hr.“).
  • Orientiere dich bei akademischen Graden am besten an den Angaben der Stellenausschreibung.
  • Ansonsten werden akademische Grade üblicherweise abgekürzt: z. B. „Dr.“ und nach DIN 5008
  • auch „Prof.“, was du allerdings auch ausschreiben kannst („Professor“/„Professorin“).
Ansicht der Empfängeradresse  in einer Bewerbung
Schreibweise der Empfängeradresse: Maximalvariante und meist benötigte Variante

3 | Ort und Datum

Hier kann der Teufel eigentlich nur im Detail stecken.

Auch bei der Angabe von Ort und Datum gibt es einige Aspekte zu beachten. Das Wichtigste im Überblick:

  • Dein Bewerbungsschreiben muss ein Datum enthalten.
  • Die Ortsangabe ist nur dann sinnvoll, wenn der Versand der Bewerbung nicht von deinem Wohnort aus erfolgt. In der Regel verzichtest du darauf.
  • Die Angabe von Datum und gegebenenfalls Ort platzierst du rechtsbündig, zwei Zeilen über der Betreffzeile.
  • Während im Bewerbungsschreiben das Datum vielfach ausreicht, führst du am Ende deines Lebenslaufs Ort und Datum an

Für die Schreibweise des Datums gibt es verschiedenste Varianten, auch unterschiedliche Empfehlungen. Zwei Aspekte gelten aber grundlegend:

  • Egal, welche Variante du wählst: Schreibe das Jahr immer vierstellig („2024“, nicht: „24“).
  • Achte auf Einheitlichkeit. Nutzt du bspw. die Form „8.1.2024“, so sollte diese auch am Ende des Lebenslaufs gewählt werden.
Vorschau auf die Bewerbungsvorlage Technik/Maschinenbau mit Deckblatt, Lebenslauf und Anschreiben-Seite

Diese Varianten kannst du wählen:

  • 8.1.2024 (numerische Angabe ohne führende Null; nach Duden erlaubt)
  • 08.01.2024 (numerische Angabe mit führender Null; DIN-konform)
  • 8. Januar 2024 (alphanumerische Angabe; die führende Null entfällt)
  • 2024-01-08 (internationale Schreibweise mit der Abfolge JahrMonat-Tag; DIN-konform)

Die DIN 5008 hebt auf die internationale Schreibweise ab („2024-01-08“). Diese hat sich im deutschsprachigen Raum allerdings nicht durchgesetzt. Sie kann aufgrund der Umstellung der Datenreihenfolge vom gebräuchlichen Tag/Monat/Jahr hin zu Jahr/Monat/Tag gar zu Verwechslungen führen. Insofern solltest du dir über diese Angabe nur bei internationalen Bewerbungen Gedanken machen. Ansonsten empfehlen wir, sie nicht zu verwenden.

Für dein Bewerbungsschreiben reicht die numerische Angabe ohne führende Null eigentlich vollkommen aus („8.1.2024“). Eleganter mag der ausgeschriebene Monat wirken („8. Januar 2024“). Beides ist allerdings nicht DIN-konform – ausgeschriebene Monatsnamen sieht die DIN 5008 nur in Fließtexten vor. Möchtest du dich also strikt an die DIN 5008 halten, verwendest du die numerische Angabe mit führender Null („08.01.2024“).

Solltest du den Ort angeben wollen, setzt du ihn vor das Datum und trennst beides durch ein Komma. Die Hinzufügung „den“ kannst du, musst du aber nicht verwenden – sie ist eher unüblich und empfiehlt sich nur in konservativeren Branchen.

  • Musterhausen, 8.1.2024
  • Musterhausen, den 8.1.2024

4 | Betreff

Worum geht es hier eigentlich?

Dir ist das schon klar: Mit deiner Bewerbung möchtest du dich auf eine (bestimmte) Stelle in einem Unternehmen bewerben. Genau das sollte allerdings auch dem Personalverantwortlichen klarwerden, und zwar auf den ersten Blick. Genau das erreichst du mit dem Betreff.

Beispiele:

  • Bewerbung als Frontend Engineer; Kennziffer 1234/5566
  • Bewerbung um ein Praktikum als Mediengestalter vom 1.4. bis 31.5.2024
  • Initiativbewerbung als Mitarbeiter im Vertriebsaußendienst

Der Betreff wird meist zuerst gelesen und sollte ebenso knapp wie konkret ausfallen. Aussagekraft ist das Stichwort! Beantworte daher möglichst detailliert, um welche Art der Bewerbung es sich handelt und auf welche Stelle du dich bewirbst. Greife nach Möglichkeit auch auf die Angaben in der Stellenausschreibung zurück.

Der Betreff steht linksbündig oberhalb der Anrede deines Bewerbungsschreibens und kann fett hervorgehoben werden. Er gibt deinem Schreiben auch eine klare Struktur und trennt den Kopf- vom Hauptteil.

Vorlagen für Bewerbung und Lebenslauf für Programmierer, Deckblatt und Lebenslauf

Weitere Beispiele:

  • Bewerbung als Spezialist im Bereich Digitale Kommunikation
    Ihre Stellenanzeige in der Musterstädter Zeitung vom 20.1.2024
  • Bewerbung als Motion Designer
    Ihr Stellenangebot auf jobjob.de vom 20.1.2024
  • Bewerbung als Mitarbeiterin für das Online-Marketing
    Ihre aktuelle Anzeige auf jobjob.de, Referenznummer 12345
  • Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Kaufmann
    Unser Gespräch am 20.1.2024 auf der BUIMesse in Musterhausen
  • Bewerbung um einen Praktikumsplatz als Grafikdesignerin
    Unser Telefonat vom 20.1.2024
Bewerbungsvorlage Motion Designer/in mit Lebenslauf, Anschreiben-Seite, Deckblatt und Arbeitsproben

Möglich sind einzeilige Varianten und zweizeilige, die eine sogenannte Bezugszeile enthalten: In Zeile eins verdeutlichst du, dass es sich um eine Bewerbung handelt und welche Stelle du ansprichst. In Zeile zwei gibst du weitere Details zur Stellenanzeige. Je detaillierter deine Angaben, umso einfacher lässt sich dein Bewerbungsschreiben einer Stellenanzeige zuordnen. Wichtig: Das Wort „Betreff“ lässt du weg, da diese Angabe mittlerweile unüblich ist. Außerdem solltest du auf weitere Hervorhebungen wie zum Beispiel eine Unterstreichung oder Kursivsetzung verzichten. Folgendes sollte dein Betreff vermitteln:

  • Art der Bewerbung („Bewerbung“, „Initiativbewerbung“, „Kurzbewerbung“)
  • Genaue und vollständige Berufsbezeichnung (wie in der Stellenanzeige)
  • Angabe, wo die Stellenanzeige gefunden wurde
  • Angabe des Datums der Stellenanzeige
  • Referenznummer bzw. Kennziffer (falls vorhanden)
  • Bezugnahme auf ein Gespräch (mit Datum, ggf. Ort)
967, 976, 755, 1036,
Veröffentlicht am von Jens Hammerschmidt
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