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Der „Tiny Titan“ auf dem Prüfstand: Warum die OBSBOT Tiny 3 mein neues Lieblingsspielzeug ist

Stefan Petri
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Trommelwirbel, bitte! Wer mich und meine Arbeit bei TutKit.com kennt, der weiß: Ich bin ein absoluter Freak, wenn es um Hardware geht. Wenn ein neues Gadget auf den Markt kommt, das verspricht, meinen Arbeitsalltag zu erleichtern oder meine Videos schärfer zu machen, bin ich meistens der Erste, der „Hier!“ schreit. So war es auch bei der neuen OBSBOT Tiny 3 4K PTZ Webcam.

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Ich hatte das Vergnügen, das gute Stück schon vorab zu testen. Und was soll ich sagen? Mein Schreibtisch hat ein massives Upgrade bekommen. Hier ist mein ausführlicher Bericht dazu, warum dieses kleine Wunderwerk der Technik fast alles richtig macht.

1. 4K-Qualität, die fast schon beängstigend scharf ist

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Fangen wir mal beim Offensichtlichen an: der Bildqualität. Die Tiny 3 liefert 4K, und zwar nicht dieses „schammige 4K“, das manche billigen Kameras versprechen. Das Bild ist so knackig, dass man morgens im Call fast schon überlegen muss, ob man sich nicht doch noch mal rasiert hätte. Der Sensor fängt Details ein, die meine alte Webcam einfach verschluckt hat. Ob bei Tageslicht oder in der eher schummrigen „kreativen Höhle“ am Abend – die Farben wirken natürlich und der Kontrast ist top. Wer professionell wirken will (oder muss), kommt an dieser Auflösung eigentlich nicht mehr vorbei.

2. AI Tracking 2.0: Mein privater Kameramann

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Das eigentliche Highlight ist und bleibt aber das PTZ-Feature (Pan-Tilt-Zoom) in Kombination mit der künstlichen Intelligenz. Die Tiny 3 nutzt das neue AI Tracking 2.0. Das bedeutet im Klartext: Die Kamera folgt mir wie ein treuer Dackel, egal wohin ich mich bewege.

Ich bin jemand, der beim Erklären gerne mal aufspringt oder vor dem Whiteboard hin und her läuft. Früher musste ich dann immer manuell nachjustieren oder lebte damit, dass ich zur Hälfte aus dem Bild verschwunden war. Die Tiny 3 erledigt das jetzt völlig geräuschlos und so flüssig, dass die Zuschauer gar nicht merken, dass da eine Maschine am Werk ist. Es wirkt fast so, als säße ein echter Kameramann in meinem Monitor und würde jede meiner Bewegungen antizipieren. Das ist nicht nur cool, sondern spart im Alltag auch echt Nerven.

Auch cool: Ich kann bestimmte Befehle sagen, wie die Kamera sich verhalten soll, selbst wenn sie ausgehen soll. Leider aber nur auf Englisch (z. B. Sleep Tiny ... dann geht sie aus).

3. Design: Warum „Tiny Titan“ der perfekte Name ist

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Die Hardware selbst ist winzig. Wenn man sie auspackt, fragt man sich kurz: „Das soll alles sein?“ Aber genau das ist der Punkt. Sie nimmt keinen Platz weg, stört nicht auf dem Monitor und sieht dabei auch noch verdammt schick aus. Aber lasst euch von der Größe nicht täuschen – in diesem kleinen Gehäuse steckt die Power eines Panzers. Die Verarbeitung ist erstklassig und man merkt sofort, dass man hier kein Plastikspielzeug in der Hand hält.

4. Die Sache mit dem Sound (und warum ich trotzdem entspannt bleibe)

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Solltest du im Raum spazieren gehen und etwas vorstellen, nimm das sehr praktische Funkmikrofon. Erst fand ich die Lautstärke viel zu leise, bis ich im Menü die Option fand, die Lautstärke zu erhöhen. Somit echt cool und die Reichweite ging über 10 Meter bei meinem Test.

Jetzt kommen wir zum Punkt „Ehrliches Feedback“. Ich bin ein Fan davon, die Dinge beim Namen zu nennen. Die Tiny 3 kommt mit einem „Immersive Stereo Mic System“ daher, was grundsätzlich schon mal ordentlich klingt. Aber: In meinem Test habe ich gemerkt, dass die Unterdrückung von Echo und Hall noch ein bisschen Luft nach oben hat. Wenn man in einem Raum sitzt, der nicht gerade mit Akustikschaumstoff tapeziert ist, hört man das noch ein wenig.

Aber Entwarnung! Ich habe direkt bei den Entwicklern von OBSBOT nachgebohrt. Die gute Nachricht: Das Problem ist bekannt und man arbeitet bereits an einer Lösung. Die Bestätigung steht, dass das Ganze mit einem kommenden Firmware-Update massiv verbessert werden soll. Da die Hardware der Mikrofone (zwei direktionale und ein omnidirektionales Mikro) top ist, ist das also nur eine reine Software-Einstellungssache. Ich  hatte gleich mal einen Vergleich zur Tiny2 ausprobiert und tatsächlich war das Rauschen weg bei der 3er Version im Gegensatz zur Tiny 2. Also das ist schon mal richtig genial. Wenn jetzt noch der Raumhall per AI verschwindet, bin ich wunschlos glücklich!

5. Smarte Features für den Spieltrieb

Was ich auch mega finde: Die Kamera hat jetzt sogar Avatar-Optionen. Man kann sich also in einen virtuellen Charakter verwandeln. Braucht man das für das ernste Kundengespräch? Wahrscheinlich nicht. Macht es Spaß, wenn man mal einen lockeren Stream macht oder die Kollegen im Team-Meeting überraschen will? Definitiv!

Dazu kommen die bewährten Gestensteuerungen. Einmal die Hand heben wie ein Jedi und die Kamera zoomt rein oder startet das Tracking. Das fühlt sich jedes Mal ein bisschen nach Zukunft an.

Auch genial: Du kannst in der Software mit einem Klick dafür sorgen, dass der Hintergrund unscharf ist, und zwar so, dass es wirklich fast so aussieht wie von einer Spiegelreflexkamera und nicht so künstlich, wo der Rand von einem selbst Artefakte hat. Echt richtig gut!

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Mein Fazit: Kaufen oder warten?

Ganz klare Sache: Die OBSBOT Tiny 3 ist aktuell das Maß der Dinge im Bereich der kompakten PTZ-Webcams. Die Bildqualität und das Tracking sind absolut konkurrenzlos in dieser Größenklasse. Dass der Sound beim Hall noch ein bisschen schwächelt, ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, aber da das Firmware-Update schon in der Pipeline ist, sehe ich das absolut gelassen. Übrigens haben alle meine bisher genutzten Webcams in dieser Disziplin geschwächelt, aber dass die Tiny schon mal Rauschen richtig gut entfernt, ist super!

Kleiner Tipp für alle NVIDIA-Grafikkarten Besitzer: Hier kannst du mit der Broadcast-App den Sound mit einem Klick vom Hall/Rauschen entfernen oder sogar, wenn du eine halbwegs gute NVIDIA-Karte hast, sogar in Studioqualität umschalten lassen:

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Ich bin extrem zufrieden und die Kamera hat ihren festen Platz an meinem Setup sicher. Wer auf der Suche nach einer Profi-Lösung für Meetings, Tutorials oder Streams ist, sollte hier zuschlagen.

Was meint ihr? Wäre so ein „mitdenkendes“ Auge auf dem Monitor auch was für euch, oder bleibt ihr bei der guten alten 720p-Kartoffel-Kamera? Schreibt es mir in die Kommentare!

Hier kannst du die Kamera für 379Euro kaufen.

Beste Grüße

Stefan

Veröffentlicht am von Stefan Petri
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Von Stefan Petri
Stefan Petri betreibt zusammen mit seinem Bruder Matthias das beliebte Fachforum PSD-Tutorials.de sowie die E-Learning-Plattform TutKit.com, die in der Aus- und Fortbildung digitaler beruflicher Kompetenzen einen Schwerpunkt setzt. 
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