Apple holt mit einem Update im November die Effekte, Titel, Übergänge und Vorlagen von MotionVFX direkt in Final Cut Pro für Mac. Die Ankündigung steht in Apples Pressemitteilung zu Apple Creator Studio, dem Abo-Paket aus Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor und MainStage. Den Plug-in-Hersteller MotionVFX hatte Apple im März 2026 übernommen.
Was kommt mit dem Update in Final Cut Pro?
Den größten Teil der Neuerungen liefert MotionVFX: Tausende Elemente wie Vorlagen, Grafiken, Titel und Übergänge sowie Werkzeuge für Rotoscoping (das Freistellen bewegter Objekte), Tracking und Farbkorrektur stecken künftig in der App. Bisher verkaufte MotionVFX solche Plug-ins einzeln und im eigenen Abo auf seiner Website.
Das bringt das November-Update
Final Cut Pro für Mac, laut Apple kostenlos für Abonnenten von Apple Creator Studio
- Vorlagen, Titel und Übergänge von MotionVFX in der App
- Content Hub mit Stockvideos, Fotos und Hintergründen
- Bilder aus der Timeline in Pixelmator Pro bearbeiten
- Bilder aus einer Textbeschreibung erzeugen
- 23 neue Sprachen für die Transkription
- Suche nach Bildinhalten und im Transkript auf Deutsch
Welche Neuerungen die Version zum Einmalkauf bekommt, sagt Apple noch nicht
Quellen: Apple Newsroom, Apple
Außerdem bekommt Final Cut Pro einen Content Hub mit Stockvideos, Fotos und Hintergründen, die Apple selbst zusammenstellt. Neu sind Bilder aus einer Textbeschreibung, mehr Optionen zum Glätten von Keyframes und das Lösen eines Clips aus der primären Handlung, damit du ihn frei in der Timeline platzierst. Für Untertitel und die Suche im Filmmaterial kommen 23 Transkriptionssprachen hinzu.
Ein Bild aus der Timeline bearbeitest du direkt in Pixelmator Pro, und die Änderungen landen ohne neuen Import im Projekt. Was Pixelmator Pro selbst dazugewinnt, steht in unserer Meldung zu Generate Fill in Pixelmator Pro.
Was bekommst du mit dem Einmalkauf?
Apple verrät bisher nicht, welche Neuerungen auch in der Version zum Einmalkauf ankommen. Auf der Seite zu Apple Creator Studio nennt Apple die KI-Funktionen sowie Premium-Vorlagen und eine Bibliothek lizenzfreier Fotos und Grafiken als Leistungen für Abonnenten. Die Bildgenerierung gehört zu diesen KI-Funktionen.
Käufer der Einmalversion nutzen MotionVFX laut DPReview weiter über das separate Abo beim Hersteller. Einen genauen Vergleich der Inhalte beider Wege hat Apple nicht veröffentlicht. Nach Apples deutschen Preisen kostet Final Cut Pro im Mac App Store so viel wie knapp drei Jahre Creator Studio mit allen sechs Programmen. Bereits gekaufte Apps nutzt du laut Apple weiter.
Was gilt in Deutschland?
Creator Studio buchst du in Deutschland im App Store. Neue Abonnenten bekommen einen Monat kostenlos, beim Kauf eines neuen Mac oder eines iPad aus Apples Aktion drei Monate; Studierende an Hochschulen und Lehrkräfte zahlen einen ermäßigten Bildungstarif. Final Cut Pro für Mac braucht macOS 26.6 oder neuer, einige Funktionen setzen einen Mac mit Apple-Chip voraus.
Zwei Funktionen der App bleiben auf Englisch (USA) beschränkt: die Suche nach Bildinhalten (visuelle Suche) und die Suche im Transkript. Welche 23 Sprachen neu hinzukommen, listet Apple nicht auf. Ob Deutsch darunter ist, bleibt damit offen.
Was das für dich bedeutet
Bezahlst du schon ein MotionVFX-Abo für deine Final-Cut-Version zum Einmalkauf, vergleich nach dem Update am besten, welche deiner Plug-ins in der App stecken. Erst dann weißt du, ob du das Abo beim Hersteller kündigen und Creator Studio buchen kannst.
Den kostenlosen Probemonat hebst du dir am besten auf, bis das Update im App Store erschienen ist. Sonst testest du Creator Studio ohne die neuen Inhalte. Arbeitest du ohne Abo, warte Apples Beschreibung des Updates ab, bevor du wechselst.
Für Farblooks bist du nicht auf MotionVFX angewiesen: LUT-Dateien, etwa aus dem LUT-Sparpaket mit 91 Farblooks, lädt Final Cut Pro auch ohne Abo.
Apple hat die Neuerungen am 27. Oktober 2026 vorgestellt.
Quellen