Figma hat am 30. Oktober 2026 die Konnektoren für den Figma-Agenten und Figma Make für alle Abos freigeschaltet, ausdrücklich auch für das kostenlose Starter-Abo. In den Release Notes stellt Figma dazu Google Drive als neuen Konnektor vor: Der Agent liest Dokumente, Tabellen und Bilder aus deinem Drive und legt dort neue Dateien an, ohne dass du die Figma-Datei verlässt.
Was kann der Google-Drive-Konnektor?
Konnektoren binden fremde Dienste über das Model Context Protocol (MCP) an, einen offenen Standard, über den KI-Werkzeuge auf Daten anderer Programme zugreifen. Im Chat des Agenten öffnest du dafür das Plus-Menü im Eingabefeld, wählst Google Drive und meldest dich einmal bei Google an. Danach fasst der Agent Rechercheergebnisse zusammen, greift auf echte Zahlen aus einer Tabelle zurück oder holt Bilder auf die Arbeitsfläche, wo du sie weiterbearbeitest. Umgekehrt legst du über den Chat neue Drive-Dateien an, etwa eine Zusammenfassung deiner Entscheidungen, oder lädst fertige Grafiken hoch.
Google Drive ist einer von 22 geprüften Konnektoren, die Figma auf seiner Hilfeseite aufführt, darunter Notion, Slack, GitHub, Asana und Zapier. Für Zapier nennt Figma mehr als 9.000 Apps, die sich darüber anbinden lassen, etwa Microsoft Office und Zoom. Eigene MCP-Konnektoren für weitere Dienste setzen ein bezahltes Abo voraus.
Was gilt im kostenlosen Starter-Abo?
Den Agenten selbst führt Figma als Beta. Solange die Testphase läuft, verbrauchen Prompts und Aktionen keine KI-Credits, danach rechnet Figma wie bei den übrigen KI-Funktionen ab. Im Starter-Abo stehen dir dann 150 Credits am Tag und höchstens 500 im Monat zur Verfügung.
Figma-Agent im Starter-Abo
Konnektoren seit 30. Oktober 2026 in allen Abos, der Agent selbst ist noch eine Beta
- Google Drive und 21 weitere geprüfte Konnektoren verbinden
- Dokumente, Tabellen und Bilder aus Drive in den Chat holen
- Neue Dateien in Drive anlegen, sobald du die Schreibfunktionen freigibst
- Prompts und Aktionen verbrauchen in der Beta keine KI-Credits
- Eigene MCP-Konnektoren, nur im bezahlten Abo
- Drive-Konnektor mit dem Sicherheitspaket Governance+
Nach der Beta gelten im Starter-Abo 150 KI-Credits am Tag, höchstens 500 im Monat
Quellen: Figma Release Notes, Figma Learn, Figma Abos und Preise
Im Chat einer Design- oder Make-Datei nutzt du den Agenten mit einer Full-Lizenz, der Lizenz mit vollem Zugriff; mit den eingeschränkten Lizenzen View, Dev oder Collab probierst du den Agenten nur in deinen Entwürfen aus. Bearbeitungsrechte an der Datei brauchst du in jedem Fall. In Organisationen mit dem Sicherheitspaket Governance+ fehlt der Drive-Konnektor, und Admins können Konnektoren ganz abschalten. Eine regionale Einschränkung nennt Figma nicht. Das Professional-Abo enthält 3.000 KI-Credits im Monat je Full-Lizenz.
Was das für dich bedeutet
Liegen Moodboards, Interviewnotizen oder Produkttexte deiner Kunden ohnehin in Google Drive, sparst du dir den Umweg über Download und Import. Probier den Konnektor am besten jetzt aus, solange der Agent keine Credits verbraucht, und notier dir, welche Aufgaben dir Zeit sparen. Nach dem Ende der Beta rechnest du im Starter-Abo mit 500 Credits im Monat und entscheidest anhand dieser Liste, ob sich ein Wechsel ins Professional-Abo lohnt.
Die Schreibfunktionen für Drive sind ab Werk ausgeschaltet. Lass diese Schreibrechte am besten aus, bis du den Agenten kennst, und stell die einzelnen Funktionen des Konnektors, etwa Lesen und Datei anlegen, so ein, dass Figma vor jeder Ausführung nachfragt. Figma warnt selbst vor Prompt-Injection: Eine fremde Datei kann versteckte Anweisungen enthalten, die der Agent wie einen Prompt von dir ausführt. Verbinde deshalb nur Ordner, deren Inhalt du kennst.
Führt der Agent eine Funktion ohne Rückfrage aus, kann der Abruf großer Bilder ab etwa 5 bis 6 MB scheitern, weil die Antwort dann die Grenze von 16 MB überschreitet. Figma rät in diesem Fall, die Funktion auf Rückfrage vor der Ausführung umzustellen und den Abruf zu wiederholen.
Figma hat die Neuerung am 30. Oktober 2026 in seinen Release Notes vorgestellt.
Quellen