Pangram Labs hat am 4. November 2026 im eigenen Blog zwei Modelle vorgestellt, die KI-Inhalte in Bildern und Videos aufspüren sollen. Pangram Image 1.0 prüft Standbilder, Image Flash 1.0 prüft Videos. Bislang bot das US-Unternehmen, das laut heise 2023 gegründet wurde, nur eine Erkennung für KI-Texte an.
Beide Modelle laufen über die erweiterte API, Image 1.0 steht zusätzlich in der Browser-Erweiterung von Pangram bereit. Die Trefferquoten stammen vom Hersteller selbst und sind nicht unabhängig bestätigt.
Was können Pangram Image 1.0 und Image Flash 1.0?
Image 1.0 liefert mehr als ein Urteil: Eine Heatmap zeigt, welche Bereiche eines Bildes von einer KI stammen. Hat eine KI einen Gegenstand in ein echtes Foto eingefügt, leuchtet genau diese Stelle auf, wie heise das Beispiel beschreibt. Image Flash 1.0 ist kleiner und schneller. Das Modell zerlegt ein Video in Einzelbilder und kann so die Abschnitte benennen, die von einer KI stammen.
Die Mindestauflösung sank von 512 mal 512 auf 256 mal 256 Pixel. Liegt eine Kante unter 512 Pixeln, weist das Ergebnis auf geringere Zuverlässigkeit hin. Gegen Kompression, Skalierung und Bildbearbeitung sei das Modell robust, eine Zahl dazu nennt das Unternehmen nicht.
Wie verlässlich ist die Erkennung?
Pangram nennt für Image 1.0 eine Trefferquote von 99,96 Prozent. Den Wert hat das Unternehmen an einem eigenen Testsatz mit 100 echten Fotos und 1.200 synthetischen Gegenstücken aus 12 Bildgeneratoren gemessen. Image Flash 1.0 erreicht laut Pangram 98,7 Prozent im Vergleichstest DF26 und liegt 29 Prozentpunkte vor dem nächstbesten Erkennungswerkzeug.
Pangram Image in Zahlen
Zwei Modelle für Bilder und Videos, vorgestellt am 4. November 2026
- 99,96 %Trefferquote bei Bildern im Eigentest von Pangram
- 98,7 %Trefferquote bei Videos im Vergleichstest DF26
- 256 pxMindestkante, unter 512 Pixeln sinkt die Zuverlässigkeit
Alle Werte stammen von Pangram und sind nicht unabhängig bestätigt
Quellen: Pangram, heise
Zur Einordnung taugen die Zahlen nur bedingt. Im Bildtest sind nur 100 von 1.300 Bildern echt, im Videotest 129 von 1.529. Wie oft ein echtes Foto fälschlich als KI gilt, geht aus den genannten Werten nicht hervor.
Dass solche Werkzeuge gefragt sind, zeigt die von Pangram zitierte DF26-Studie: Menschen unterscheiden echte und KI-erzeugte Videos sprechender Personen laut heise nur wenig besser als der Zufall. Außerdem ordnet heise den Start vor dem Hintergrund der EU-Kennzeichnungspflichten für KI-Inhalte ein, die seit August 2026 gelten.
Was kostet Pangram Image?
Pangram nennt die Tarife nur in Dollar, einen Euro-Preis nennt das Unternehmen nicht. Die Bildprüfung gehört zu allen Tarifen: Individual enthält 100 Bildscans im Monat, Professional das Fünffache. Individual und Team starten mit sieben Tagen Testphase, ein dauerhaft kostenloser Zugang taucht auf der Preisseite nicht auf. Über die API fallen Gebühren pro geprüftem Bild an.
Was das für dich bedeutet
- Testest du Pangram, nimm zuerst Bilder, deren Herkunft du kennst: ein unbearbeitetes Foto, dieselbe Aufnahme nach der Retusche und ein KI-Bild. So siehst du, ob die Heatmap Retusche von KI-Eingriffen unterscheidet.
- Prüf Material von Zulieferern oder Kunden stichprobenartig, bevor du das Material weitergibst. Ein Treffer ist ein Hinweis und kein Beweis, solange unabhängige Tests fehlen.
- Bei Vorschaubildern mit Kanten unter 512 Pixeln traust du dem Ergebnis besser nur mit Vorsicht, denn Pangram selbst weist dort auf geringere Zuverlässigkeit hin.
Pangram hat Image 1.0 und Image Flash 1.0 am 4. November 2026 vorgestellt.
Quellen