Horniman Museum setzt auf Charme der Unvollkommenheit

Stefan Petri
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Lesezeit: 4 min
Bilder & Text mit Hilfe von KI erstellt
Horniman Museum setzt auf Charme der Unvollkommenheit

Eine neue, verspielte Markenidentity

Das Horniman Museum and Gardens hat in diesem Sommer eine unerwartete Wendung seiner Markenkommunikation vorgestellt. In Kooperation mit der Agentur Anatomy schlägt die Kampagne Its in our Nature einen anderen, fast greifbar menschlichen Ton an. Anstatt sich weiter in klassischen Museumstereotypen zu verfangen, präsentiert sich der Ort mit lebendigen Farben, dynamischem Motion-Design und einer eigens entworfenen Typeface, die eine unausgereifte, aber charmante Ästhetik transportiert. Die Botschaft: Wir sind Teil der Natur, nicht nur Beobachter derselben.

Die Idee hinter der Kampagne betont die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Durch die Mitgestaltung lokaler Communities und die Integration von realen Besuchern in der Bildsprache entsteht eine inklusive Erzählung, die Besucherinnen und Besucher gleichermaßen anspricht. Laut Pressemitteilung von Anatomy soll die visuelle Sprache nicht die Objektkiste der Sammlung in den Vordergrund stellen, sondern die Beziehung zu Natur und Kultur sichtbar machen. Die Typografie orientiert sich an Formen und Mustern, die in den Ausstellungsräumen und Gärten des Horniman zu finden sind, wodurch ein stimmiges, organisches Erscheinungsbild entsteht.

In der Praxis bedeutet das, dass die Kampagne weniger normative Museumsikonen zeigt, sondern Menschen in Aktion, neugierig und teilhabend. Die Farbwelt wirkt verspielt, die Bewegungen wirken spontan, und selbst kleine grafische Muster scheinen zu leben. Ein zentrales Ziel ist es, Besucherströme breiter zu fächern und neue Zielgruppen zu erreichen, insbesondere in Anbetracht des 125-jährigen Jubiläums des Hauses. Wer sich für Branding, Typografie oder visuelle Kommunikation interessiert, wird hier ein anschauliches Beispiel dafür finden, wie eine Institution aktuelle Gestaltungssprachen nutzt, um wieder mit ihrer Community in Verbindung zu treten.

Als Inspirationsquellen dienen Arbeiten von Anatomy, die unter anderem betonen, wie ein Brand-Event auch über typografische Details eine Geschichte erzählen kann. Die Campaign-Entwicklung zeigt, dass Imperfektion nicht als Mangel, sondern als Charakterstärke verstanden wird. Das spiegelt sich auch im Claim wider, der Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, die eigene Beziehung zur Natur zu hinterfragen und neu zu erleben. Die Pressemitteilung verweist darauf, dass die neue visuelle Sprache flexibel genug ist, um in verschiedensten Medienkanälen funktionieren zu können, von Plakaten bis zu digitalen Formaten.

Mehr Details zur Kampagne und Hintergrundinformationen zur Typografie findest du bei dem ausführlichen Beitrag von Creative Bloq, der die Kampagne und deren Designentscheidungen umfassend erläutert: The Horniman Museum embraces imperfection with quirky new campaign. Außerdem liefert die Horniman-Website eine Übersicht über aktuelle Projekte und Partnerschaften, die den Nature + Love-Charakter der Institution unterstreichen.

Was bedeutet das für Besuchende und Lernende?

Für Lernende im E-Learning-Bereich, speziell im Kontext von Branding und visueller Kommunikation, bietet dieses Beispiel eine klare Lektion: Die Relevanz einer Marke entsteht oft durch Authentizität und die Fähigkeit, komplexe Konzepte wie Naturbeziehung, Gemeinschaft und Entdeckung in einer konsistenten, menschlich anmutenden Bildsprache zu erzählen. Die Mischung aus realen Personen, hybriden Fotografie-Ansätzen und einer eigenen Typografie zeigt, wie man eine Institution modernisiert, ohne die Kernwerte zu verraten. Die Strategie setzt auf Teilhabe und Narrative statt auf klassische Museumsromantik. Wer also Marketing, Design oder Kommunikationswissenschaft studiert, kann hier eine Fallstudie für partizipatives Branding, Tonalität und Typografiemanagement ziehen.

Eine weitere interessante Frage bleibt: Wie reagiert das Publikum auf eine derart verspielte und doch ehrliche Markenführung im Kulturbereich? Es wäre spannend zu beobachten, wie sich die Wahrnehmung des Horniman im Zuge dieses Rebrandings verändert und wie nachhaltig dieser Ansatz in zukünftigen Kampagnen umgesetzt wird. Die Quelle liefert eine ausführliche Grundlage für diese Diskussion, während die Marke selbst als Beispiel dafür dient, wie man im 125. Jubiläumsjahr neue Wege geht, ohne an gelebter Museumsidentität zu verlieren.

Quelle: Creative Bloq, The Horniman Museum embraces imperfection with quirky new campaign, https://www.creativebloq.com/design/branding/the-horniman-museum-embraces-imperfection-with-quirky-new-campaign

Veröffentlicht am von Stefan Petri
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Von Stefan Petri
Stefan Petri betreibt zusammen mit seinem Bruder Matthias das beliebte Fachforum PSD-Tutorials.de sowie die E-Learning-Plattform TutKit.com, die in der Aus- und Fortbildung digitaler beruflicher Kompetenzen einen Schwerpunkt setzt. 

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