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Ohne KI keine Google-Suche: Schulen müssen Gemini künftig selbst einschalten

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Inhalt 4 Abschnitte
  1. Was ändert sich für Schülerkonten?
  2. Wie funktioniert Guided Learning in Classroom?
  3. Was das für dich bedeutet
  4. Quellen

Google stellt Gemini, Gemini Notebook, Gemini in Classroom und die Google-Suche für Schülerkonten an Grund- und weiterführenden Schulen künftig ab, bis die Administratoren der Schule die Dienste ausdrücklich einschalten. Angekündigt hat die Umstellung Chris Phillips, bei Google für das Bildungsgeschäft verantwortlich, im Google-Blog. Die Regel gilt für Konten, die Google als K-12 einstuft, also für Schulen bis zum Abschluss. Hochschulen erwähnt der Konzern dabei nicht.

Gleichzeitig steht Guided Learning ab sofort weltweit in Google Classroom bereit. Der Lernmodus führt Schülerinnen und Schüler mit Rückfragen und Hinweisen durch eine Aufgabe, statt die Lösung vorzusagen. In der Suche testet Google denselben Modus noch im November an ausgewählten Schulen in den USA.

Was ändert sich für Schülerkonten?

Bisher gilt das umgekehrte Prinzip: Gemini in Classroom ist für Lehrkräfte und Schüler aller Altersgruppen standardmäßig eingeschaltet, wie die Admin-Hilfe von Google Workspace festhält (Stand 26. Oktober 2026). Künftig muss die Schule für Schülerkonten aktiv zustimmen. Ein Datum für die Umstellung steht noch aus; Einzelheiten will das Unternehmen den Schulen „in den kommenden Monaten“ vor dem Start mitteilen.

Auch die Google-Suche steht auf Googles Liste. Ohne Freigabe bekämen die Schüler statt der Suche einen Hinweis ihrer Schule zu sehen, sagte Phillips der New York Times, wie Ars Technica berichtet. Das Fachmedium sieht die Schulen damit vor einer schwierigen Entscheidung: Eine Schule, die KI aus dem Unterricht heraushalten will, verliert dann auch die Suchmaschine.

Wie funktioniert Guided Learning in Classroom?

Lehrkräfte legen in Classroom eine Aufgabe an und hängen Guided Learning als Material an. Als Grundlage dienen bis zu fünf Quellen aus dem Kurs oder als hochgeladene Datei, etwa Docs, Folien oder PDFs. In der Classroom-Hilfe empfiehlt Google eine einzige Quelle je Aufgabe.

So setzt du Guided Learning ein
Lernmodus in Google Classroom, seit 3. November 2026 in allen Editionen von Workspace for Education
  1. FreigabeDie Schul-IT schaltet die Gemini-App für Lehrkräfte und Schüler frei
  2. AufgabeIn Classroom eine Aufgabe anlegen und Guided Learning anhängen
  3. QuellenBis zu fünf Quellen wählen, Google rät zu einer je Aufgabe
  4. VorschauDen Ablauf aus Schülersicht testen, dann zuweisen
  5. AuswertungHäufige Fragen der Klasse und Chatverläufe ansehen
Chatverläufe sieht die Lehrkraft nur, sofern die Gemini-Aktivität gespeichert wird
Quellen: Google Blog, Classroom-Hilfe, Google Workspace Admin-Hilfe

Die Schüler arbeiten in einem Fokusmodus, der sich auf das Material der Lehrkraft stützt. Die Lehrkraft sieht, wer die Aufgabe geöffnet hat, welche Fragen in der Klasse häufig auftauchen und, sofern die Gemini-Aktivität gespeichert wird, die vollständigen Chatverläufe. Diese Auswertungen stehen in allen Editionen von Google Workspace for Education bereit, auch in der kostenlosen Fassung Education Fundamentals. Voraussetzung ist, dass die Schul-IT die Gemini-App für Lehrkräfte und Schüler freigegeben hat. Gemini in Classroom steht in allen Classroom-Sprachen bereit, für die auch die Gemini-App verfügbar ist, Deutsch eingeschlossen.

Den Nutzen belegt Google mit eigenen Studien: In einem Versuch mit mehr als 300 Studierenden der Universität Tokio verbesserte sich die Gruppe mit Guided Learning in der Gemini-App nach einem halben Tag Lernen um 8,1 Prozentpunkte gegenüber ihrem Vortest, die Vergleichsgruppe mit üblichen Online-Hilfen um 5,3 Prozentpunkte. Vorsichtiger fällt eine Studie von Eedi und Google DeepMind aus: Ein Mathe-Tutor auf Basis von Gemini half direkt nach einem Fehler so gut wie ein menschlicher Tutor, im standardisierten Mathetest lag die Gruppe nach zehn Wochen aber nicht vorn.

Was das für dich bedeutet

Arbeitest du als Lehrkraft mit Classroom, kannst du Guided Learning jetzt an einer kleinen Übung ausprobieren, am besten mit einer einzigen Quelle. Prüf vor dem Zuweisen in der Vorschau aus Schülersicht, ob der Modus bei deinem Material tatsächlich nachfragt, statt die Lösung zu verraten. Google weist selbst darauf hin, dass Gemini Fehler macht. Wie du Gemini im Alltag einsetzt, zeigt der Gemini-Crashkurs auf TutKit.

Betreust du die Schul-IT, halte am besten schon jetzt fest, welche Gemini-Dienste in der Admin-Konsole für Schülerkonten eingeschaltet sind. Sinnvoll ist, mit Schulleitung und Datenschutzbeauftragten vor der Umstellung zu klären, ob die Schule KI und Suche freigibt oder auf beides verzichtet. Der Bedarf ist da: In der dritten Hessischen Schülerbefragung lassen sich 64 Prozent der Befragten den Stoff von KI erklären.

Google hat die Änderungen am 3. November 2026 vorgestellt.

Quellen

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