Aus dem Photoshop und Alternativen-Vergleich
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RET Retusche & Freistellen COMP Bildmontage & Composing EIN Schnelle Korrekturen & Einstieg
Einsatzgebiete
Fotoretusche und Korrekturen mit Ebenen, Maskenebenen und Anpassungsebenen; Bildmontagen; RAW-Bearbeitung im eingebauten RAW-Editor; schnelle Verbesserungen mit KI-Entrauschen, KI-Upsampling und KI-Hintergrundaustausch für Porträts; einfache Grafiken mit Text- und Vektorebenen.
Unsere Einschätzung
PaintShop Pro eignet sich für Windows-Nutzer, die ohne Abo Fotos retuschieren und Montagen mit Ebenen und Masken bauen wollen. Schwächen sind der eingeschränkte PSD-Austausch und das Fehlen eines CMYK-Arbeitsmodus. Das letzte Update der aktuellen Version 2023 stammt aus dem August 2023.
PaintShop Pro arbeitet mit Ebenen und unterscheidet Raster-, Vektor-, Masken- und Anpassungsebenen. Anpassungsebenen korrigieren Farbe und Tonwert der darunterliegenden Ebenen, ändern die Pixel des Bildes aber nicht. Maskenebenen blenden Teile darunterliegender Ebenen ein oder aus. So kannst du Korrekturen und Montagen später noch anpassen, ohne von vorn zu beginnen.
Für die Retusche bringt das Programm klassische Werkzeuge mit. Mit der inhaltsensitiven Funktion Magic Fill entfernst du unerwünschte Elemente: Du wählst den Bereich aus, und das Programm füllt ihn mit passendem Hintergrund. Der KI-Hintergrundaustausch wählt Personen in Porträts und Gruppenfotos automatisch aus und ersetzt den Hintergrund durch eine Vorlage oder ein eigenes Bild. Für Produktfotos oder andere Motive ist er laut Hilfe nicht gedacht; hier stellst du mit den Auswahlwerkzeugen frei.
Smartobjekte oder Live-Filter, mit denen sich Effekte nachträglich ändern lassen, nennt der Hersteller nicht. Aus unserer Sicht lohnt es sich deshalb, vor stärkeren Effekten eine Kopie der Ebene anzulegen.
Das eigene Format PspImage speichert Ebenen, Alphakanäle und weitere Funktionen; der Hersteller empfiehlt, Bilder darin zu bearbeiten. Photoshop-Dateien (PSD) kann PaintShop Pro laut Hilfe lesen und schreiben. Wie vollständig Ebenen dabei erhalten bleiben, beschreibt Corel nicht im Detail. Nach Angaben einer Fachseite für PaintShop-Nutzer bleiben die meisten Ebenen erhalten, Ebenenstile und Vektorebenen aber nicht in ihrer ursprünglichen Form. Tauschst du regelmäßig Dateien mit Photoshop-Nutzern aus, prüfe das mit der Testversion an eigenen Dateien.
Beim Öffnen deckt das Programm viele Formate ab, darunter TIFF, PNG, JPEG, WebP, HEIC, SVG und PDF. HEIC, SVG und PDF lassen sich nur lesen, nicht speichern. RAW-Dateien von über 800 Kameramodellen bearbeitest du im RAW-Editor, ohne die Originale zu überschreiben.
Bearbeitet wird in 8 oder 16 Bit pro Kanal, in RGB oder Graustufen. Einen CMYK-Arbeitsmodus gibt es nicht. Für den Druck erzeugt PaintShop Pro CMYK-Farbauszüge, also je eine Seite pro Druckfarbe, und mit dem Proofing simulierst du am Bildschirm eine Druckmaschine. Druckdaten für den Offsetdruck legst du aus unserer Sicht besser in einem Layoutprogramm an.
PaintShop Pro 2023 bringt mehrere KI-Werkzeuge mit: KI-Entrauschen, die KI-Artefaktentfernung für JPEG-Bilder, KI-Upsampling zum Vergrößern, den KI-Hintergrundaustausch, einen KI-Porträtmodus mit Bokeh-Unschärfe und die KI-Stilübertragung. Generatives Füllen per Textbefehl nennt der Hersteller für PaintShop Pro 2023 nicht.
Die Systemanforderungen enthalten eigene Empfehlungen für die KI-Funktionen, etwa einen Intel i5 oder AMD Ryzen und 8 GB Arbeitsspeicher. Für KI-Entrauschen und KI-Upsampling kannst du die GPU-Beschleunigung ein- oder ausschalten. Das spricht dafür, dass die Berechnung auf deinem Rechner läuft. Credits oder ein zusätzliches Abo erwähnt der Hersteller für diese Funktionen nicht.
Zum Datenschutz: Laut Lizenzvertrag gehören dir deine Inhalte, und du bist für sie verantwortlich. Die Datenschutzerklärung von Corel nennt KI-Training nur für Transaktionsdaten aus Vertrieb und Finanzen, zu Verwaltungszwecken. Eine Nutzung deiner Bilder für KI-Training erwähnen die Dokumente nicht. Der Lizenzvertrag erlaubt Corel aber, technische Daten zu Gerät und Nutzung der Software zu erfassen.
PaintShop Pro läuft unter Windows 11 und Windows 10, jeweils in den 64-Bit-Editionen. Versionen für macOS, Linux oder Tablets bietet der Hersteller nicht an. Die Oberfläche gibt es unter anderem auf Deutsch, die Online-Hilfe ebenfalls.
Du kaufst das Programm einmal; laut Hersteller gehört es dir danach dauerhaft. Für Installation und Aktivierung sowie für Online-Funktionen brauchst du eine Internetverbindung. Wie viele Geräte eine Lizenz abdeckt, regelt laut Lizenzvertrag das Lizenzzertifikat; eine öffentliche Angabe dazu haben wir nicht gefunden.
Die aktuelle Version ist laut Hersteller PaintShop Pro 2023. Das letzte veröffentlichte Update (Update 2) erschien im August 2023. Neue, separat verkaufte Produkte sind laut Lizenzvertrag nicht in Updates enthalten. Für Besitzer einer lizenzierten PaintShop-Version bietet Corel ein Upgrade an.
Die Edition Ultimate ergänzt PaintShop Pro um Zusatzprogramme und Inhalte: Painter Essentials 8 für digitales Malen, PhotoMirage Express, MultiCam Capture 2.0 Lite, Highlight Reel, die Corel Creative Collection und zusätzliche Schriften. Eine Testversion läuft 30 Tage und braucht keine Kreditkarte.
PaintShop Pro eignet sich für Hobby- und Gelegenheitsfotografen unter Windows, die Fotos retuschieren, Montagen mit Ebenen und Masken bauen und dafür kein Abo abschließen wollen. Die KI-Werkzeuge für Entrauschen, Vergrößern und Porträts sparen bei Alltagsfotos Zeit.
Für Fotografen bietet das Programm 16 Bit pro Kanal und einen eigenen RAW-Editor. Da das letzte Update aus dem August 2023 stammt, solltest du mit der Testversion prüfen, ob deine Kamera unterstützt wird.
Weniger passend ist PaintShop Pro für Agenturen und Designer, die PSD-Dateien mit Photoshop-Nutzern austauschen oder Druckdaten in CMYK aufbauen. Auch wer auf dem Mac arbeitet, braucht eine andere Lösung. Generative KI-Funktionen wie das Füllen per Textbefehl nennt der Hersteller nicht; dafür entstehen nach dem Kauf keine laufenden Kosten.
Einschätzung der Redaktion
Für Einsteiger gut geeignet
Fotos unter Windows verbessern und erste Montagen lernen
Deutsche Oberfläche und Hilfe, KI-Funktionen per Mausklick und eine Testversion über 30 Tage. Der Funktionsumfang ist groß, die Einarbeitung braucht etwas Zeit. Nur für Windows.
Für Fotografen bedingt geeignet
Fotos retuschieren und RAW-Dateien bearbeiten
Anpassungs- und Maskenebenen, 16 Bit pro Kanal und ein RAW-Editor sind vorhanden. Das letzte Update stammt aus dem August 2023; ob deine Kamera unterstützt wird, prüfst du vorab mit der Testversion. Der KI-Hintergrundaustausch ist auf Personen ausgelegt.
Für Designer und Agenturen weniger geeignet
Composings und Druckdaten für Kunden erstellen
PSD-Dateien lassen sich lesen und schreiben, Ebenenstile und Vektorebenen bleiben aber nicht in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Einen CMYK-Arbeitsmodus gibt es nicht, und das Programm läuft nur unter Windows.
Für Social Media und Marketing bedingt geeignet
Grafiken und Posts mit Text und Bildern gestalten
Text- und Vektorebenen sind vorhanden. Der automatische Hintergrundaustausch ist auf Personen ausgelegt; andere Motive stellst du mit den Auswahlwerkzeugen frei. Aus unserer Sicht ist das Programm eher auf Fotobearbeitung als auf schnelle Social-Media-Grafiken ausgerichtet.
Ohne Abo gut geeignet
Dauerhaft ohne Abo bearbeiten
Einmalkauf ohne Abo; laut Hersteller gehört dir das Programm dauerhaft. Die KI-Funktionen sind enthalten und brauchen keine Credits. Neue Hauptversionen sind nicht inklusive, und das letzte Update erschien im August 2023.
Corel PaintShop Pro 2023 ist ein Bildbearbeitungsprogramm für Windows, das du einmal kaufst und danach dauerhaft nutzen darfst. Es bietet Ebenen, Maskenebenen und Anpassungsebenen, bearbeitet Bilder in 8 oder 16 Bit pro Kanal, öffnet RAW-Dateien von über 800 Kameramodellen und bindet Photoshop-kompatible Plugins ein. Die KI-Werkzeuge für Entrauschen, Vergrößern, Porträts und den Hintergrundaustausch laufen nach den Systemangaben des Herstellers auf deinem Rechner, ohne Credits oder Zusatzabo. Grenzen zeigen sich beim Austausch mit Photoshop: PSD-Dateien lassen sich lesen und schreiben, Ebenenstile und Vektorebenen bleiben aber nicht in ihrer ursprünglichen Form erhalten. CMYK gibt es nur als Farbauszug beim Druck und als Proof, nicht als Arbeitsmodus. Smartobjekte oder Live-Filter nennt der Hersteller nicht. Dazu kommt, dass die aktuelle Version aus dem Jahr 2023 stammt und das letzte Update im August 2023 erschien. Aus unserer Sicht eignet sich PaintShop Pro deshalb vor allem für Hobby- und Gelegenheitsfotografen unter Windows, die ohne Abo arbeiten wollen. Für Agenturen mit PSD-Austausch und Druckvorstufe sowie für Mac-Nutzer ist es keine Lösung.
Krita
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