Aus dem Photoshop und Alternativen-Vergleich
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RET Retusche & Freistellen COMP Bildmontage & Composing GRAF Grafik & Social Media
Einsatzgebiete
Fotos retuschieren und freistellen, Composings mit Ebenen, Masken und Farbanpassungsebenen, Social-Media-Grafiken und Mockups mit Text und Vektorformen, RAW-Fotos als Ebene bearbeiten, Bilder per maschinellem Lernen hochskalieren und entrauschen. Mit dem Abo Apple Creator Studio zusätzlich generative KI und Bearbeitung auf dem iPad.
Unsere Einschätzung
Pixelmator Pro eignet sich für Mac-Nutzer, die Retusche, Montage und Grafik in einem Programm ohne Abo wollen; Werkzeuge mit maschinellem Lernen wie Hintergrund entfernen und Superauflösung stecken schon im Einmalkauf. Bei CMYK-Druckdaten und dem PSD-Austausch mit Agenturen stößt es aus unserer Sicht an Grenzen. Generative KI und die iPad-Version gibt es nur im Abo Apple Creator Studio.
Pixelmator Pro arbeitet mit Ebenen, Masken und Farbanpassungsebenen. Laut Apple sind die Bearbeitungen nicht destruktiv: Das eigene Dateiformat PXD speichert Anpassungen, Effekte und Stile mit, sodass du sie nach dem erneuten Öffnen ändern oder zurücksetzen kannst. Eine Farbanpassungsebene wirkt auf alle Ebenen darunter und lässt sich verschieben, maskieren und ein- oder ausschalten. Für Masken stehen Bitmap-, Vektor- und Schnittmasken bereit.
Für die Retusche gibt es die Werkzeuge „Reparieren“ und „Klonen“. Reparieren entfernt laut Hilfe mit einer intelligenten Bildanalyse unerwünschte Details und auch ganze Objekte. Zum Freistellen lässt du das Hauptmotiv automatisch auswählen oder entfernst den Hintergrund mit einem Klick; auf Wunsch legt Pixelmator Pro dabei eine Ebenenmaske an, statt Pixel zu löschen. Mehr als 70 Effekte lassen sich nicht destruktiv kombinieren.
Smartobjekte im Sinne von Photoshop nennt Apple nicht. Das überarbeitete Werkzeug „Verkrümmen“, mit dem du Ebenen über ein Raster verformst, gibt es nur in der Abo-Version.
Pixelmator Pro öffnet unter anderem PSD, TIFF, PNG, JPEG, HEIC, WebP, SVG, PDF und RAW-Dateien, dazu Videos als MP4 und QuickTime. RAW-Fotos fügst du als eigene RAW-Ebenen ein und bearbeitest sie direkt; laut Apple werden über 750 RAW-Formate unterstützt. Exportieren kannst du unter anderem als JPEG, HEIC, AVIF, PNG, WebP, TIFF, PDF, OpenEXR und als Photoshop-Dokument.
PSD-Dateien öffnest und exportierst du laut App Store samt Ebenen. Welche Photoshop-Bestandteile dabei bearbeitbar bleiben – etwa Smartobjekte, Einstellungsebenen oder Ebeneneffekte –, dokumentiert Apple nicht. Wenn du Dateien mit Agenturen austauschst, prüf das vorab mit einer typischen Kundendatei.
Für den Druck wichtig: Pixelmator Pro arbeitet im RGB-Farbraum. In CMYK oder Graustufen wandelst du erst beim Export mit einem installierten Farbprofil um; ein Softproof zeigt vorher, wie das Bild in einem anderen Farbraum wirkt. Als Farbtiefe stehen 8 und 16 Bit je Kanal zur Wahl. HDR-Bilder kannst du laut App Store öffnen und exportieren.
Pixelmator Pro nutzt maschinelles Lernen unter anderem, um Hintergründe zu entfernen, die Auflösung zu erhöhen („Superauflösung“), Rauschen und Kompressionsartefakte zu entfernen und Farben automatisch zu verbessern. Diese Werkzeuge stecken auch im Einmalkauf. Ob sie vollständig auf deinem Mac laufen, gibt Apple auf den Produkt- und Hilfeseiten nicht an.
Generative KI gibt es nur mit Apple Creator Studio: Du erzeugst Bilder aus einer Textbeschreibung, bearbeitest Bilder per Beschreibung und erstellst Vektorformen. Laut Apple nutzen diese Funktionen Modelle von Drittanbietern; Bild- und Formgenerierung laufen über Google Cloud und brauchen damit eine Internetverbindung. Dabei gelten monatliche Nutzungslimits, und Apple Intelligence muss auf einem Mac mit Apple Chip und macOS 26 aktiviert sein.
Zum Datenschutz schreibt Apple: Die Anbieter dürfen deine Daten nicht zum Training ihrer Modelle verwenden, speichern sie nur, wenn das Gesetz es verlangt, und deine IP-Adresse wird nicht geteilt. Der Einmalkauf unterstützt seit Version 3.7 außerdem Apple Intelligence mit Image Playground und Schreibtools. Image Playground erzeugt Bilder über Apples Private Cloud Compute; die dort verarbeiteten Daten werden laut Apple weder gespeichert noch Apple zugänglich gemacht.
Pixelmator Pro gibt es für Mac und iPad, nicht für Windows oder Linux. Die Oberfläche und das Handbuch gibt es auf Deutsch. Für den Kauf hast du zwei Wege:
Die Abo-Version setzt macOS 26 voraus; auf dem iPad brauchst du iPadOS 26 und ein iPad mit M1-Chip oder neuer, ein iPad (A16) oder ein iPad mini (A17 Pro). Mac und iPad gleichen Projekte ab, wenn beide mit demselben Apple Account angemeldet sind. Einmalkauf und Abo-Version lassen sich parallel auf einem Mac installieren.
Aus unserer Sicht eignet sich Pixelmator Pro für alle, die auf dem Mac Fotos retuschieren, freistellen und zu Grafiken verarbeiten wollen, ohne sich an ein Abo zu binden. Die deutsche Oberfläche, die automatischen Funktionen sowie Vorlagen und Mockups erleichtern den Einstieg. Fotografen bekommen RAW-Ebenen, 16 Bit je Kanal und eine Erweiterung für die Fotos-App. Für Social-Media-Grafiken helfen Text- und Vektorwerkzeuge, Vorlagen und der Export für das Web.
Weniger passend ist es, wenn du unter Windows arbeitest, Druckdaten im CMYK-Modus bearbeiten musst oder regelmäßig komplexe PSD-Dateien mit Agenturen austauschst. Wer generative KI, das iPad oder das Werkzeug „Verkrümmen“ braucht, kommt am Abo Apple Creator Studio nicht vorbei. Das Abo passt vor allem, wenn du auch Final Cut Pro oder Logic Pro nutzt.
Einschätzung der Redaktion
Für Einsteiger gut geeignet
Auf dem Mac Fotos verbessern und erste Montagen lernen
Deutsche Oberfläche, automatische Funktionen wie Hintergrund entfernen und Superauflösung sowie Vorlagen erleichtern den Einstieg. Voraussetzung ist ein Mac.
Für Fotografen gut geeignet
Porträts und Produktfotos auf dem Mac retuschieren
RAW-Fotos als Ebene, 16 Bit je Kanal, Reparieren- und Klonen-Werkzeug, automatische Motivauswahl und eine Erweiterung für die Fotos-App. Nur für Apple-Geräte.
Für Designer und Agenturen bedingt geeignet
Composings und Grafiken mit Vektor- und Textwerkzeugen
Ebenen, Masken, Vektorformen und PSD-Export sind vorhanden. Bearbeitet wird aber nur in RGB, CMYK entsteht erst beim Export, und Apple dokumentiert nicht, welche PSD-Bestandteile bearbeitbar bleiben.
Für Social Media und Marketing gut geeignet
Posts, Banner und Mockups schnell gestalten
Vorlagen und Mockups, Text- und Vektorwerkzeuge, Hintergrund entfernen mit einem Klick und Export für das Web passen gut zu Social-Media-Grafiken.
Ohne Abo gut geeignet
Auf dem Mac dauerhaft ohne Abo arbeiten
Für den Mac gibt es einen Einmalkauf im App Store mit den Werkzeugen für maschinelles Lernen. Generative KI, die iPad-Version und „Verkrümmen“ gibt es aber nur im Abo.
Pixelmator Pro kommt inzwischen von Apple und deckt auf dem Mac Retusche, Freistellen, Montage und Grafik in einem Programm ab. Ebenen, Masken, Farbanpassungsebenen und Effekte arbeiten nicht destruktiv, RAW-Fotos landen direkt als Ebene im Dokument, und Werkzeuge mit maschinellem Lernen übernehmen Freisteller, Hochskalieren und Entrauschen. Für den Mac bekommst du das Programm weiterhin als Einmalkauf; die Version 4 mit iPad-App, dem Werkzeug „Verkrümmen“, Premiuminhalten und generativer KI gibt es dagegen nur im Abo Apple Creator Studio. Grenzen sehen wir beim Druck, weil Pixelmator Pro nur in RGB arbeitet und CMYK erst beim Export entsteht, und beim Austausch komplexer PSD-Dateien, weil Apple nicht dokumentiert, was davon bearbeitbar bleibt. Unter Windows oder Linux läuft es nicht. Aus unserer Sicht eignet es sich vor allem für Fotografen, Einsteiger und Social-Media-Gestalter mit Mac, die ohne Abo arbeiten wollen.
Adobe Photoshop Elements
Preismodell: Einmalkauf
Corel PaintShop Pro
Preismodell: Einmalkauf
Krita
Preismodell: Einmalkauf · kostenlose Version vorhanden
Aktuelle Preise beim Anbieter – Krita. Öffnet die Website des Anbieters in einem neuen Tab
Affinity
Preismodell: Abo (jährlich) · kostenlose Version vorhanden
Aktuelle Preise beim Anbieter – Affinity. Öffnet die Website des Anbieters in einem neuen Tab
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