Die Interaktion mit Künstlicher Intelligenz (KI) ist nicht einfach ein Dialog – sie ist eine Kunstform, die präzise Anleitung erfordert. Um nützliche und relevante Antworten von ChatGPT oder ähnlichen Tools zu erhalten, musst du die Kunst des Prompt Engineerings beherrschen. Diese strukturierte Anleitung hilft dir, klare und effektive Prompts zu formulieren, die genau das liefern, was du suchst.
Wichtigste Erkenntnisse
Ein gelungenes Prompt Engineering hängt von mehreren Schlüsselkomponenten ab: der Kontext, die klare Definition der Aufgabe, das gewählte Format, die Verwendung von Beispielen und die Feinjustierung des Prompts. Diese fünf Säulen sind essenziell, um präzise und qualitativ hochwertige Antworten von der KI zu erhalten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Kontext geben
Bevor du mit der Erstellung deines Prompts beginnst, ist es wichtig, den Kontext festzulegen. Beschreibe, wer du bist oder in welcher Rolle die KI agieren soll. Zum Beispiel: „Du bist ein erfahrener Marketingmanager“ oder „Du bist ein Autor für Kinderbücher“. Dies gibt der KI eine klare Vorstellung davon, aus welcher Perspektive sie antworten soll.

Schritt 2: Aufgabe klar definieren
Der nächste Schritt ist, die Aufgabe präzise zu formulieren. Statt „Schreibe mir einen Blogartikel über KI“ solltest du genauer sein, zum Beispiel: „Schreibe einen ausführlichen Blogartikel über die Anwendung von KI im Marketing“. Eine klare und spezifische Anweisung führt zu besseren Ergebnissen.
Schritt 3: Format festlegen
Das gewählte Format ist ebenfalls entscheidend. Bestimme, in welchem Stil oder welcher Länge das Ergebnis sein soll. Ein Beispiel könnte sein: „Erstelle einen Blogartikel mit 300 Wörtern in einem lockeren, unterhaltsamen Stil unter Verwendung der
Schritt 4: Beispiele und Templates verwenden
Führe Beispiele oder Vorlagen an, an denen sich die KI orientieren kann. Das können Sätze oder Textstrukturen sein, die dir gefallen. Zum Beispiel: „Hier ist ein Beispiel für einen Einstiegssatz“ oder „Das Inhaltsverzeichnis könnte so aussehen:“. Zeige der KI direkt, was du dir vorstellst.

Schritt 5: Feinjustierung und Rückfragen einbauen
Es kann vorkommen, dass die KI nicht alles sofort richtig versteht. Daher solltest du sie anweisen, Rückfragen zu stellen, wenn etwas unklar ist. Ein Beispiel: „Wenn du etwas nicht verstehst, frage bitte nach, bevor du den Text generierst“. Dies sorgt dafür, dass die KI präzise arbeiten kann.
Schritt 6: Typische Fehler vermeiden
Vermeide häufige Stolperfallen wie zu kurze oder zu allgemeine Prompts. Anstatt zum Beispiel „E-Mail schreiben“ zu verwenden, solltest du spezifizieren: „Schreibe eine freundliche E-Mail an einen neuen Kunden, in der du ein Kickoff-Meeting anfragst“. Unklare oder widersprüchliche Anweisungen führen häufig zu suboptimalen Ergebnissen.

Schritt 7: Best Practices für kontinuierliche Verbesserung
Beginne mit einem Basis-Prompt und verfeinere diesen schrittweise. Zum Beispiel könntest du mit „Erstelle einen Blogartikel über Autos“ beginnen und dann spezifische Details wie Automodell oder Einsatzbereich hinzufügen. Achte darauf, wie sich die Qualität des Outputs mit jeder Anpassung erhöht.

Schritt 8: Negative Prompts verwenden
Es kann hilfreich sein, negative Prompts zu formulieren, die sagen, was nicht geschehen soll. Zum Beispiel: „Der Text sollte nicht zu technisch sein oder keine Aufzählungen enthalten“. Dies hilft der KI, Fehler zu vermeiden und den gewünschten Stil beizubehalten.
Schritt 9: Varianten testen
Teste verschiedene Varianten deines Prompts. Formuliere die Anfrage einmal kurz und einmal ausführlich und vergleiche die Ergebnisse. Das zeigt dir, welche Formulierung die besten Antworten liefert.
Schritt 10: Prompt-Bibliothek anlegen
Lege eine Bibliothek erfolgreicher Prompts an, um stets darauf zugreifen zu können. Speichere die Prompts in einem Dokument oder einer App, sodass du sie bei Bedarf schnell finden und anpassen kannst.

Schritt 11: Feedback-Schleifen einbauen
Bitten die KI am Ende, ob sie weitere Informationen benötigt, um die Aufgabe besser erfüllen zu können. So stellst du sicher, dass sie alle notwendigen Details hat, um präzise zu arbeiten.
Schritt 12: Praxisprompts demonstrieren
Um das Gelernte in die Praxis umzusetzen, kannst du konkrete Prompts anwenden. Erstelle beispielsweise einen Blogartikel, indem du die Rolle eines SEO-Experten einnimmst.
Schritt 13: Projektmanagement E-Mail Vorlagen erstellen
Generiere spezifische Vorlagen für berufliche Korrespondenz. Zum Beispiel: „Erstelle eine E-Mail an einen neuen Kunden, in der du ein Kickoff-Meeting anfragst“. Eine klare und detaillierte Anfrage führt zu besseren Ergebnissen.
Schritt 14: Zusammenfassung der Erkenntnisse
Wir haben gesehen, dass gutes Prompt Engineering eine entscheidende Rolle bei der Qualität der Antworten der KI spielt. Kontext, klare Aufgabenformulierung, das gewählte Format sowie Beispiele und Feinjustierung sind die fünf Säulen für herausragende Ergebnisse. Indem du häufige Fehler vermeidest und Best Practices anwendest, gelingt es dir, noch bessere Prompts zu erstellen, die die Effektivität deiner Interaktionen mit KI maximieren.
Zusammenfassung - ChatGPT-Assistenten verstehen: 24 Grundlagen des Prompt-Designs
Durch die richtige Anwendung der genannten Schritte kannst du sicherstellen, dass die KI die gewünschten Ergebnisse liefert. Der Schlüssel liegt in der präzisen und detaillierten Formulierung deiner Anfragen sowie der Bereitschaft, kontinuierlich zu verfeinern.
FAQ
Wie verbessere ich die Qualität meiner KI-Antworten?Durch präzise und spezifische Prompts mit klaren Anweisungen.
Was sind die fünf Säulen des Prompt Engineerings?Kontext, klare Aufgaben, Format, Beispiele und Feinjustierung.
Wie gehe ich mit unklaren Antworten von der KI um?Formuliere Rückfragen und bitte die KI um Klärung, bevor sie antwortet.
Wie kann ich meine Prompts speichern?Lege eine Dokumentation oder eine App an, um erfolgreiche Prompts zu speichern.
Was sind negative Prompts?Negative Prompts geben an, welche Ergebnisse vermieden werden sollen.