Aus dem Layoutprogramme und DTP-Software-Vergleich
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DR Druck & Druckvorstufe PUB Bücher & Magazine
Einsatzgebiete
Flyer, Broschüren, Magazine, Bücher und Kataloge für den Offsetdruck mit PDF/X, Volltonfarben, Preflight und Druckpaket. Lange Dokumente mit Buchdatei, Inhaltsverzeichnis, Index, Fußnoten, Querverweisen und bedingtem Text. Serienlayouts aus CSV-Dateien, EPUB, interaktive PDFs und HTML5. Austausch mit Druckereien, Agenturen und Verlagen über INDD, IDML und PDF.
Unsere Einschätzung
InDesign deckt Satz, Druckvorstufe und lange Dokumente in einem Programm ab und tauscht Layouts über INDD und IDML mit Druckereien und Agenturen aus. Generative KI-Funktionen laufen online und verbrauchen Credits. Aus unserer Sicht eignet es sich vor allem für Grafikdesign, Agenturen und Verlage, die dauerhaft im Abo arbeiten wollen; ohne Abo lässt es sich nicht nutzen.
Als Referenzedition betrachtet dieser Vergleich InDesign als Einzelprodukt im Creative-Cloud-Abo für eine Person, abgeschlossen als Jahresvertrag mit monatlicher Zahlung. Das ist das günstigere der beiden Angebote mit vollem InDesign, deren Preis auf den deutschen Adobe-Seiten abrufbar war. Creative Cloud Pro enthält InDesign zusammen mit mehr als 20 weiteren Programmen und kostet mehr; Neukunden zahlen dort in den ersten drei Monaten einen niedrigeren Einstiegspreis. Laut Kaufdialog gibt es InDesign außerdem als Monatsabo, das ohne Zusatzgebühren kündbar ist, und als Jahresvertrag mit Vorauszahlung. Eine Kaufversion bietet Adobe nicht an: Creative-Cloud-Apps setzen laut Adobe ein Abo voraus.
Aktuell ist InDesign 2026 mit der Versionsnummer 21. Die Systemanforderungen gelten laut Adobe für Version 21.3 und höher, die deutsche Seite „Neuerungen“ beschreibt als jüngste Version 21.4 vom Mai 2026. Daneben pflegt Adobe die Vorversion 20.5 als LTS-Version mit Sicherheitskorrekturen. Als Beta gekennzeichnete Funktionen wie der KI-Assistent oder Generatives Füllen sowie die separate App InDesign (Beta) zählen in diesem Vergleich nicht.
Zu den Plattformen nennt Adobe:
Die Oberfläche gibt es auf Deutsch. Für Aktivierung und Abo-Prüfung brauchst du eine Internetverbindung und ein Adobe-Konto. Während der Laufzeit bekommst du neue Funktionen und Versionen, die Creative Cloud App aktualisiert standardmäßig automatisch. Installieren kannst du die aktuelle und die vorherige Hauptversion. Kündigst du, bleibt der Zugriff auf die kostenpflichtigen Apps bis zum Ende des Abrechnungszeitraums bestehen, danach hast du nur noch die Leistungen des kostenlosen Adobe-Kontos. Exportiere wichtige Layouts deshalb rechtzeitig zusätzlich als IDML und PDF.
Für wiederkehrende Elemente wie Seitenzahlen, Kopfzeilen oder Logos arbeitet InDesign mit Musterseiten. Die englische Hilfe nennt sie inzwischen parent pages, früher master pages; die deutsche Hilfe spricht von Musterseiten. Im Bedienfeld „Seiten“ ordnest du Seiten und Druckbögen neu an, kombinierst oder duplizierst sie.
Text formatierst du mit Absatz- und Zeichenformaten. Ein Absatzformat enthält laut Adobe Attribute für Zeichen und Absatz, ein Zeichenformat gilt für einzelne Textstellen. Dazu kommen verschachtelte Formate, GREP-Stile, Objektformate sowie Tabellen- und Zellenformate. Text läuft über verkettete Textrahmen von Rahmen zu Rahmen und über mehrere Seiten; für längere Texte gibt es den Story Editor. Ein Grundlinienraster richtest du für das ganze Dokument oder für einzelne Textrahmen ein, damit Zeilen in benachbarten Spalten auf gleicher Höhe stehen.
Tabellen legst du direkt an oder importierst sie, sie können über mehrere Rahmen umbrechen und lassen sich ineinander verschachteln. Über Adobe Fonts stehen laut Tarifseite mehr als 20.000 Schriften bereit, variable Schriften passt du im Detail an. Für Fachdokumente gibt es mathematische Formeln.
Bei Änderungen am Format helfen zwei Funktionen: „Layout anpassen“ verschiebt Objekte automatisch, wenn du Größe, Ränder oder Anschnitt änderst, und Flex-Layouts passen sich laut Adobe dynamisch an Änderungen der Inhalte an. Vorlagen lädst du von Adobe Stock direkt in InDesign, außerdem durchsuchst du die Vorlagensammlung von Adobe Express und bearbeitest die Vorlagen dort. Bilder und Grafiken platzierst du auch als native Photoshop- und Illustrator-Dateien. Seit Version 21.3 bearbeitest du Bilder mit Werkzeugen von Adobe Express, ohne InDesign zu verlassen.
Für den Offsetdruck legst du Farben als CMYK-Prozessfarben oder als Volltonfarben an, zum Beispiel aus Farbbibliotheken. Die Farbeinstellungen legen die Arbeitsfarbräume fest, beim PDF-Export rechnet InDesign Farben auf Wunsch in ein Zielprofil um, Volltonfarben bleiben dabei erhalten. Über den Druckfarben-Manager steuerst du, ob Volltonfarben in Prozessfarben umgewandelt werden. Wie Farben überdrucken, zeigt das Bedienfeld Separationsvorschau, das Überdrucken von Volltonfarben lässt sich simulieren. Seit Version 21.2 kannst du beim Drucken die Farben vom Drucker bestimmen lassen. Einen Softproof am Bildschirm beschreiben die hier ausgewerteten Hilfeseiten nicht; er ist deshalb nicht verifiziert.
Druck-PDFs exportierst du nach PDF/X-Standards wie PDF/X-1a, PDF/X-3 oder PDF/X-4, mit Anschnitt und Druckermarken. Preflight prüft schon während der Arbeit und meldet etwa fehlende Dateien oder Schriften und Bilder mit zu geringer Auflösung; die Prüfprofile verwaltest du selbst. Vor der Abgabe sammelt die Funktion Verpacken alle verwendeten Schriften und verknüpften Grafiken in einem Ordner, auf Wunsch mit IDML-Datei, Druck-PDF und einem Bericht mit Druckanleitungen.
Für den Bildschirm gibt es mehrere Wege:
Für barrierefreie Dokumente erzeugt InDesign auf Wunsch Alt-Text per KI, unterstützt ARIA-Rollen und exportiert barrierefreie Glossare und Indizes.
Für Bücher und lange Publikationen fasst eine Buchdatei mehrere InDesign-Dokumente zusammen. Formate, Farbfelder und Musterseiten gleichst du über ein Quelldokument ab, die Seiten werden fortlaufend nummeriert, und du gibst das ganze Buch als PDF aus. Inhaltsverzeichnisse entstehen aus den Absatzformaten, die du dafür festlegst, auch mehrere Verzeichnisse in einem Dokument und interaktive Verzeichnisse für digitale Ausgaben. Je Dokument oder Buch erstellst du einen Index mit einfachen Stichwortlisten oder einer detaillierten Gliederung.
Fußnoten und Endnoten legst du an oder übernimmst sie aus Word- und RTF-Dokumenten, Fußnoten können über mehrere Spalten laufen und lassen sich in Endnoten umwandeln. Querverweise führen Leser von einer Stelle im Dokument zu einer anderen, ihr Aussehen steuerst du über Querverweisformate. Mit bedingtem Text blendest du Textstellen für bestimmte Ausgaben ein oder aus, Bedingungssätze speichern diese Einstellungen.
Für strukturierte Inhalte taggst du Dokumente mit XML, importierst XML-Daten aus externen Quellen und exportierst Inhalte als XML. Eine Unterstützung für DITA ist auf den gelesenen Herstellerseiten nicht dokumentiert.
Die Datenzusammenführung kombiniert Datenquellen wie CSV- oder Textdateien mit einem Layout, etwa für Briefe, Umschläge oder Versandetiketten. Automatisieren kannst du InDesign mit Skripten in JavaScript (ExtendScript), AppleScript und VBScript; dazu gibt es Plug-in-, Scripting- und Server-SDKs, Plug-ins auf Basis von UXP und die Verteilung über Adobe Exchange. Für redaktionelle Abläufe, in denen Texter parallel zum Layout arbeiten, verbindet Adobe InDesign mit dem separaten Programm InCopy über Aufträge sowie das Ein- und Auschecken von Inhalten.
In der stabilen Version stecken mehrere KI-Funktionen auf Basis von Adobe Firefly:
Generatives Füllen ist laut Adobe als Beta gekennzeichnet, der KI-Assistent ebenfalls; beide zählen hier nicht. Für die generativen Funktionen musst du laut Adobe mit dem Internet verbunden sein. Sie verbrauchen generative Credits, bei Standardfunktionen einen Credit pro Generierung. Im betrachteten Tarif sind 25 Credits pro Monat enthalten, nicht verbrauchte Credits verfallen am Monatsende. Sind sie aufgebraucht, wartest du auf den nächsten Monat oder kaufst laut Adobe zusätzliche Credits über Firefly- oder Credit-Abos. Creative Cloud Pro bietet dagegen Standard-KI-Funktionen für Bilder ohne Begrenzung. Ob Umschreiben und KI-Alt-Text Credits verbrauchen, steht nicht auf den gelesenen Seiten. Auch die Umwandlung von PDF-Dateien in InDesign-Dokumente setzt eine Internetverbindung und die Anmeldung beim Adobe-Konto voraus.
Ohne Internet arbeitest du nur begrenzt: Die Apps prüfen die Lizenz alle 30 Tage, im Jahresabo gilt eine Offline-Nachfrist von 99 Tagen. Zum Training sagt Adobe in den Nutzungsbedingungen, dass es keine generativen KI-Modelle mit deinen Inhalten trainiert. Inhalte, die auf Adobe-Servern liegen, kann Adobe zur Produktverbesserung analysieren; Inhalte auf deinem Gerät nicht. Diese Inhaltsanalyse schaltest du in den Kontoeinstellungen ab.
Zur Zusammenarbeit gibt es die Freigabe zur Prüfung: Du erstellst Links, über die andere Kommentare und Anmerkungen abgeben, und siehst das Feedback direkt in InDesign. Cloud-Dokumente speichern automatisch, halten ältere Versionen bereit und lassen sich für den Offline-Zugriff synchronisieren, Mitwirkende lädst du zum Bearbeiten ein. Ob mehrere Personen gleichzeitig am selben Dokument arbeiten können, ist auf den gelesenen Seiten nicht beschrieben.
Für Markenvorgaben nutzt du Creative Cloud Libraries mit Farben, Textformaten und Grafiken. Layouts exportierst du nach Adobe Express, wo andere sie anpassen; Adobe Express Premium ist im Abo enthalten. Elemente gegen Änderungen sperren kannst du in Express laut Adobe-Hilfe aber nur in den Tarifen für Teams und Unternehmen, nicht im Einzelabo.
InDesign speichert Dokumente im eigenen Format INDD, Bücher als Buchdatei. Für den Austausch dient IDML: Damit öffnest du ein Dokument oder Buch auch in früheren InDesign-Versionen. Welche anderen Layoutprogramme IDML öffnen, zeigt die Tabelle dieses Vergleichs.
Beim Import übernimmt InDesign Word-Dokumente und ordnet Word-Formate den eigenen Textformaten zu, Fußnoten aus Word und RTF kommen mit. Photoshop- und Illustrator-Dateien platzierst du nativ. PDF-Dateien bis 100 MB und 200 Seiten wandelst du über „Datei > PDF-Datei öffnen“ in bearbeitbare Dokumente um; Absatz- und Zeichenformate entstehen dabei mit. Laut Adobe sollten die verwendeten Schriften dafür auf deinem Rechner installiert sein. Illustrator-Dateien lassen sich auf demselben Weg umwandeln, wenn sie PDF-kompatibel gespeichert wurden.
Für die Druckerei exportierst du PDF/X-Dateien oder schickst ein Paket mit Schriften, verknüpften Grafiken, IDML, Druck-PDF und Druckanleitung. Daneben gibt es den Export als EPUB, interaktives PDF, HTML, HTML5 und XML sowie den Export nach Adobe Express.
Beim Wechsel zu einem anderen Programm ist IDML die wichtigste Brücke, PDF dient als Archiv- und Druckformat. Endet dein Abo, kannst du mit InDesign nicht mehr arbeiten; exportiere laufende Projekte deshalb vorher als IDML und PDF.
InDesign eignet sich aus unserer Sicht für dich, wenn:
Weniger geeignet ist InDesign aus unserer Sicht, wenn:
Einschätzung der Redaktion
Für Einsteiger und Vereine bedingt geeignet
Flyer, Einladungen und Vereinshefte mit Vorlagen gestalten
Deutsche Oberfläche, Vorlagen von Adobe Stock und Adobe Express sowie Anschnitt und PDF-Vorgaben für den Druck sind vorhanden. Aus unserer Sicht ist der Funktionsumfang für gelegentliche Drucksachen aber groß, InDesign gibt es nur im Abo, und im Jahresabo kostet eine Kündigung nach 14 Tagen eine Gebühr.
Für Grafikdesign und Agenturen gut geeignet
Druckdaten und Kundenprojekte im InDesign-Format umsetzen und austauschen
PDF/X-Export, Volltonfarben, Separationsvorschau, Preflight während der Arbeit und Verpacken mit Schriften, Grafiken, IDML und PDF decken die Übergabe an Druckereien ab. INDD und IDML erleichtern den Austausch mit Kunden und Agenturen. Zu beachten sind das Abo, die Online-Lizenzprüfung alle 30 Tage und KI-Funktionen nur mit Credits.
Für Bücher, Magazine und Kataloge gut geeignet
Bücher, Magazine und Kataloge setzen und digital ausgeben
Buchdateien mit gemeinsamen Formaten, Inhaltsverzeichnis, Index, Fuß- und Endnoten, Querverweise und Grundlinienraster sind dokumentiert, dazu EPUB, interaktive PDFs und die Datenzusammenführung für Kataloge. Für die Textredaktion parallel zum Layout gibt es mit InCopy ein separates Produkt.
Für technische Redaktion bedingt geeignet
Handbücher mit Querverweisen, bedingtem Text und XML gestalten
Buchdatei, Querverweise, bedingter Text, XML-Import und -Export sowie HTML5 sind vorhanden. Strukturiertes Schreiben mit DITA ist auf den gelesenen Herstellerseiten nicht dokumentiert. Aus unserer Sicht liegt der Schwerpunkt auf dem Layout und weniger auf der Pflege großer Dokumentationsbestände.
Für Marketing und Social Media bedingt geeignet
Kampagnenmaterial markenkonform und in Varianten erstellen
Creative Cloud Libraries mit Farben, Textformaten und Grafiken, der Export nach Adobe Express, die Datenzusammenführung und generative KI helfen bei Varianten. Gesperrte Vorlagenelemente gibt es laut Adobe nur in Teams-Tarifen, gleichzeitiges Bearbeiten ist nicht dokumentiert, und KI-Funktionen verbrauchen Credits. Für schnelle Social-Media-Formate ist Adobe Express im Abo enthalten.
Ohne Abo weniger geeignet
Layouts ohne laufende Kosten lokal erstellen
InDesign gibt es nur im Creative-Cloud-Abo. Nach einer Kündigung bleibt der Zugriff auf die kostenpflichtigen Apps nur bis zum Ende des Abrechnungszeitraums, und auch während der Laufzeit prüfen die Apps die Lizenz regelmäßig online.
Adobe InDesign bündelt die klassischen Werkzeuge für Seitenlayout: Musterseiten, Absatz- und Zeichenformate, verkettete Textrahmen und Grundlinienraster. Für den Druck bringt es PDF/X-Export, Volltonfarben, Separationsvorschau, Preflight während der Arbeit und ein Druckpaket mit Schriften, Grafiken und IDML mit. Lange Dokumente unterstützt es mit Buchdateien, Inhaltsverzeichnis, Index, Fuß- und Endnoten, Querverweisen, bedingtem Text und XML, für digitale Ausgaben mit EPUB, interaktiven PDFs, HTML5 und Publish Online. Neu hinzugekommen sind die Umwandlung von PDF-Dateien in bearbeitbare Dokumente, Flex-Layouts und KI-Funktionen wie Text zu Bild, Generatives Erweitern und Umschreiben; diese laufen online und verbrauchen generative Credits, im betrachteten Tarif 25 pro Monat. Dem stehen ein reines Abo-Modell, eine Kündigungsgebühr im Jahresvertrag mit monatlicher Zahlung, die Online-Lizenzprüfung alle 30 Tage und höhere Hardware-Anforderungen der Version 21 gegenüber. Gleichzeitiges Bearbeiten im Team ist nicht dokumentiert; für Feedback gibt es Kommentare, für die Textredaktion das separate InCopy. Aus unserer Sicht eignet sich InDesign für alle, die regelmäßig Drucksachen und Publikationen professionell erstellen und Layouts im InDesign-Format austauschen; wer ohne Abo arbeiten möchte, ist mit anderen Programmen in diesem Vergleich besser bedient.
Affinity
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QuarkXPress
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VivaDesigner
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Scribus
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